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Dossier: Einfluss der Diaspora-IranerInnen auf die Entwicklungen im Iran

Seit der islamischen Revolution von 1979 haben etwa vier bis sechs Millionen IranerInnen ihr Land verlassen. Die meisten flohen in den 1980er Jahren vor Repressalien des islamischen Regimes. Auch der von 1980 bis 1988 gegen den Irak geführte Krieg trieb viele Menschen ins Exil. Eine zweite Fluchtwelle ereignete sich nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen im Jahr 2009. mehr »

AuslandsiranerInnen leben heute über die ganze Welt verteilt. Fast alle haben sich in ihren jeweiligen Exilländern gut integriert. Inzwischen spricht man von der „dritten Generation“ der Diaspora-IranerInnen. Zwar denken nur wenige an eine Rückkehr in den Iran, doch zahlreiche Studien belegen, dass sie immer noch eine starke Verbundenheit zu ihrer einstigen Heimat spüren. Viele der ExilantInnen nehmen durch gesellschaftliches Engagement oder politische Aktivitäten Einfluss auf die Politik und Gesellschaft ihres Herkunftslands.

Doch wie groß ist der Einfluss der Diaspora im Iran tatsächlich? Welche Möglichkeiten und Wege nutzen Exil-AktivistInnen? In welchen Bereichen gelingen Kooperation oder Einflussnahme, woran scheitert sie in anderen Fällen? Was haben ExilantInnen ganz konkret zur sozialen und politischen Entwicklungen im Iran beigetragen? Und wie werden ihre Aktivitäten von der islamischen Regierung aufgenommen?

Im vorliegenden Dossier hat das Iran Journal Antworten auf diese Fragen gesucht. In 30 Artikeln, Analysen und Interviews hinterfragen JournalistInnen, AktivistInnen und ExperInnen die Interaktionen zwischen Diaspora-IranerInnen und der iranischen Gesellschaft und Politik. Das Dossier erhebt dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit und kann wissenschaftliche und empirische Forschung nicht ersetzen. 

Liste der Beiträge

POLITIK:

Fernstudium in Demokratie
„Aufklärer“ in Sachen Islamische Republik Iran
Lobbyismus für das Regime oder Kriegsprävention?

WIRTSCHAFT:

Silicon Valley in Teheran
Buhlen um die Exilanten
Abwarten: das Irangeschäft und die Auslandsiraner

SOZIALES:

Clean bleiben mit Hilfe aus dem Exil
Schwierige Hilfe für ein krankes Gesundheitssystem
Im Exil erfolgreich, im Iran nicht erwünscht

UMWELT

Hilfe gegen eine bevorstehende Katastrophe

MENSCHENRECHTE:

Die MenschenrechtsbrückenbauerInnen
Aktiv außerhalb der Landesgrenzen
FRAUEN: 

Hochpolitisch und schwer zu kontrollieren: Frauenforschung im Iran
Staatstreue und Exilfeministinnen: ungewöhnliche Allianz
Zwangsverschleierung als Symbol der Gewalt gegen Frauen
„Die andere Stimme“ im Iran
Exil als Chance oder Sackgasse?
Öffentliche Wirkungen heimlicher Freiheiten

RELIGION:

Rütteln an Grundfesten: Exil-Theologen verunsichern die Ayatollahs

GESCHICHTE:

Geschichtsschreibung mit dem Stift der Macht

SEXUELLE AUFKLÄRUNG:

„Alles dreht sich um sexuelle Identität“
„Sexualität“: Junge ExiliranerInnen klären mit Comics auf
Zwischen Begehren und Tabu: lesbische Frauen im Iran
„Spotlight“ auf islamisch: Sexueller Missbrauch im Iran

KULTUR und KUNST:

Zwischen Anpassung und Authenzität
Perspektiven iranischer Kunst
Nirgendwo ist überall. Iranische Exilverlage
Molière, Schiller & Reza rocken den Iran
Aufstieg und Untergang einer Musikszene

SPORT:

Mehr Freiheit durch Fußball