Menschenrechtsaktivist nach internationalem Druck frei gelassen

Der Menschenrechtsaktivist Hossein Ronaghi Maleki wurde nach Protesten von iranischen und internationalen Menschenrechtsorganisationen gegen eine Kaution von umgerechnet 500.000 Euro vorläufig frei gelassen. Er befinde sich seit Montag, den 02. Juli, im Hafturlaub, schreiben iranische Websites. Ronaghi Maleki war am 3. Juni infolge seines Hungerstreiks aus dem Teheraner Evin-Gefängnis ins Hashemi-Nejad-Krankenhaus eingeliefert worden. Der 26-Jährige leidet seit längerer Zeit an einer Nierenkrankheit. Seine linke Niere hat er bereits komplett verloren, die Funktion der rechten soll um 20 Prozent nachgelassen haben.
Der Blogger war am 13. Dezember 2009 in der Nähe der iranischen Stadt Täbriz festgenommen und anschließend ins Teheraner Evin-Gefängnis gebracht worden. Dort verbrachte er mehr als zehn Monate in Einzelhaft. Nach Informationen von Menschenrechtsorganisationen wurde Ronaghi Maleki mehrfach physischer und psychischer Folter ausgesetzt, um ihn dazu zu bringen, ein Geständnis für das staatliche Fernsehen abzulegen. Schließlich verurteilte das Teheraner Revolutionsgericht den Aktivisten zu 15 Jahren Haft.

FP