USA verschärfen Sanktionen gegen Irans Ölhandel

Die US-Regierung hat am Mittwoch neue Sanktionen gegen den iranischen Ölhandel verhängt. Das US-Finanzministerium setzte am 7. Oktober 27 Unternehmen, sechs Personen und 22 Schiffe auf die Sanktionsliste. Die Maßnahmen richten sich gegen internationale Schifffahrts- und Handelsnetzwerke, denen Washington vorwirft, iranische Ölexporte aufrechtzuerhalten und bestehende Sanktionen zu umgehen.

Im Zentrum stehen Tanker der sogenannten iranischen Schattenflotte. Nach Angaben des Finanzministeriums transportierten die Schiffe Millionen Barrel Rohöl, Erdölprodukte und petrochemische Erzeugnisse nach Süd- und Ostasien. Durch verschachtelte Eigentums- und Betriebsstrukturen sollen sie ihre Verbindungen zum Iran verschleiert haben. Die betroffenen Unternehmen sitzen unter anderem in China, der Türkei, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Großbritannien und auf den Marshallinseln.

Die Sanktionen sind Teil der US-Kampagne „Economic Outcast“, mit der die Trump-Regierung Iran den Zugang zu Einnahmen aus dem Ölgeschäft erschweren will. US-Finanzminister Scott Bessent erklärte, die Maßnahmen hätten den iranischen Einnahmen einen schweren Schlag versetzt. Washington wirft der iranischen Führung vor, Öleinnahmen unter anderem für militärische Zwecke, Raketenentwicklung und Cyberangriffe einzusetzen.

Zusätzlich kündigte das US-Außenministerium eigene Sanktionen gegen zehn Organisationen, sechs Personen und fünf Schiffe an, die am Handel mit iranischen Erdöl- und petrochemischen Produkten beteiligt sein sollen.♦