„Ölregen“ über Teheran: Himmel verdunkelt sich nach Angriffen auf Ölanlagen
Nach schweren israelischen Luftangriffen auf Ölanlagen in der Provinz Teheran hat sich der Himmel über der iranischen Hauptstadt am Sonntag, dem 8. März, stark verdunkelt. Große Teile der Stadt wurden von einer dichten Rußschicht bedeckt.
Am Morgen berichteten Augenzeugen von einem schwarzen Regen, den ein Reporter des US-Senders CNN in einem Beitrag auf der Plattform X als „Ölregen“ bezeichnete.
Bereits in der Nacht zum Samstag, dem 7. März, waren in sozialen Netzwerken zahlreiche Videos von gewaltigen Bränden in mehreren Öldepots in Teheran verbreitet worden. Die Aufnahmen zeigen große Flammen und dichte Rauchwolken unter anderem am Öldepot Shahran im Nordwesten der Hauptstadt sowie in den nördlichen Stadtteilen Aghdasieh und Sohanak.
🔸گزارشها و تصاویر منتشرشده در شبکههای اجتماعی در شامگاه شنبه ۱۶اسفند از وقوع انفجارهای مهیب و آتشسوزی گسترده در پی حملۀ هوایی به نقاط مختلف تهران و کرج حکایت دارد.
🔸انبارهای نفت پالایشگاه تهران، شهران، اقدسیه در تهران و انبار نفت فردیس کرج از اهداف حمله شنبه شب بودهاند.… pic.twitter.com/p89Nghtdz4
— RadioFarda|راديو فردا (@RadioFarda_) March 8, 2026
Der Geschäftsführer der staatlichen iranischen Gesellschaft für die Verteilung von Erdölprodukten erklärte, bei den Angriffen seien sämtliche Anlagen zur Verteilung und zum Transport von Treibstoffen – darunter Benzin – in den Provinzen Teheran und Alborz getroffen und beschädigt worden. Angaben zum Ausmaß der Schäden machte er jedoch nicht. Angesichts der kilometerweit sichtbaren Rauch- und Feuersäulen erscheint es jedoch unwahrscheinlich, dass die betroffenen Anlagen weiterhin funktionsfähig sind.
Streit über militärische Bedeutung der Ziele
Die Menschenrechtsorganisation Center for Human Rights in Iran bezeichnete die angegriffenen Depots in den Teheraner Stadtteilen Shahran und Aghdasieh sowie ein weiteres Lager im nahegelegenen Fardis bei Karaj als zivile Infrastruktur.
Die israelische Armee erklärte dagegen, die Anlagen hätten der Treibstoffversorgung mehrerer militärischer Einrichtungen der Islamischen Republik gedient. Die Angriffe seien auf Grundlage von Geheimdienstinformationen erfolgt.
شعلههای آتش سوزی ‚انبار نفت شهران #تهران‚ از فاصله نزدیک
ویدیوی دریافتی، شنبه ۱۶ اسفند#Iran #Tehran pic.twitter.com/LupR7XlNtc— Vahid Online (@Vahid) March 7, 2026
Folgen für Bevölkerung und Luftqualität
Die Intensität der Angriffe und der großflächigen Brände hat unmittelbare Auswirkungen auf die Versorgung der Bevölkerung. Kurz nach den Angriffen wurden Beschränkungen für den Kauf von Benzin eingeführt.
Zugleich verschlechterte sich die Luftqualität in der ohnehin stark belasteten iranischen Hauptstadt weiter. Die iranische Wetterbehörde bestätigte, dass sich derzeit „eine Mischung aus Rauch und Wolken“ über Teheran befinde. In den Gebieten nahe der Brandorte sei die Verdunkelung besonders stark.
Nach Angaben der Behörde könne sich die Situation erst verbessern, wenn die Brände vollständig gelöscht seien. Die anhaltenden Rauchwolken deuteten darauf hin, dass es den Einsatzkräften auch 12 Stunden nach Beginn der Feuer noch nicht gelungen ist, die Brände unter Kontrolle zu bringen.
— Vahid Online (@Vahid) March 7, 2026
