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Todesrichter zu Haft verurteilt

Ali Akbar Heidarifard, der Richter, der während der Unruhen nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen im Iran im Jahr 2009 Protestierende ins berüchtigte Internierungslager Kahrizak geschickt hatte, sei zu 18 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden, berichtete das Nachrichtenportal Hamshahrionline am Montag.

Das Urteil sei noch nicht rechtskräftig, deshalb dürften dazu keine Details veröffentlicht werden, zitierte die Webseite Rechtsanwalt Mirmadjid Taheri, der die Familie eines der Opfer der Internierung vertritt. In dem Lager am südlichen Stadtrand von Teheran erlagen damals vier Protestierende ihren Verletzungen. Sie waren mit mehreren Hundert anderen Protestierenden während der Unruhen in dem Lager misshandelt worden.

Neben Heidarifard waren ein weiterer Richter, Hassan Zare Dehnawi, sowie der damalige Teheraner Staatsanwalt Said Mortasawi angeklagt, als dessen „rechte Hand“ Heidarifard galt. Mortasawi wurde von den Vorwürfen freigesprochen. Heidarifard, Mortasawi und Zare Dehnawi dürfen jedoch keiner Richtertätigkeit mehr nachgehen.

Heidarifard wurde außerdem in einem anderen Fall wegen Korruption und dem Einsatz von Schusswaffen zu 15 Jahren Haftstrafe verurteilt.

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