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Zeitgenössische Kunst aus Iran
Kunstwerke von Ghazaleh Hedayat

  • „Der Kontakt“, aus der Reihe „Die Haarsträhne und die Haut“, zerkratzter C-Print, 7x6cm, 2008 Es ist nicht verwunderlich, dass nach der iranischen Revolution 1979 das Selbstporträt ein beliebtes Genre in den Werken vieler iranischer Fotografinnen wurde. Das Problem der kulturellen Identität hat sich in den vergangenen dreieinhalb Jahrzehnten zum primären Paradigma der iranischen Kultur entwickelt und verwandelte die Repräsentationspolitik in eine der größten Herausforderungen für iranische KünstlerInnen.

    „Der Kontakt“, aus der Reihe „Die Haarsträhne und die Haut“, zerkratzter C-Print, 7x6cm, 2008

    Es ist nicht verwunderlich, dass nach der iranischen Revolution 1979 das Selbstporträt ein beliebtes Genre in den Werken vieler iranischer Fotografinnen wurde. Das Problem der kulturellen Identität hat sich in den vergangenen dreieinhalb Jahrzehnten zum primären Paradigma der iranischen Kultur entwickelt und verwandelte die Repräsentationspolitik in eine der größten Herausforderungen für iranische KünstlerInnen.

  • „Der Kontakt“, aus der Reihe „Die Haarsträhne und die Haut“, zerkratzter C-Print, 7x6cm, 2008 „Der Kontakt“, aus der Reihe „Die Haarsträhne und die Haut“, zerkratzter C-Print, 7x6cm, 2008 Das ist jedoch kein Problem, das vom Selbstporträt im üblichen Sinne des Wortes (Dokumentation äußerer Erscheinungen) gelöst werden kann. Nicht jedes Foto kann die verborgene Identität hinter einem Gesicht erfassen. Auch kann es falsch gelesen oder ausgelegt werden und dadurch Identität verfälschen. Wie die Künstlerin selbst sagt: Je mehr man versucht, sich selbst in einem Bild zu finden, desto weniger begreift man es. Und je mehr sie versucht, in dieser Reihe in die Tiefe zu gehen, desto weniger sichtbar und begreifbar erscheinen ihre Bilder.

    „Der Kontakt“, aus der Reihe „Die Haarsträhne und die Haut“, zerkratzter C-Print, 7x6cm, 2008 „Der Kontakt“, aus der Reihe „Die Haarsträhne und die Haut“, zerkratzter C-Print, 7x6cm, 2008

    Das ist jedoch kein Problem, das vom Selbstporträt im üblichen Sinne des Wortes (Dokumentation äußerer Erscheinungen) gelöst werden kann. Nicht jedes Foto kann die verborgene Identität hinter einem Gesicht erfassen. Auch kann es falsch gelesen oder ausgelegt werden und dadurch Identität verfälschen. Wie die Künstlerin selbst sagt: Je mehr man versucht, sich selbst in einem Bild zu finden, desto weniger begreift man es. Und je mehr sie versucht, in dieser Reihe in die Tiefe zu gehen, desto weniger sichtbar und begreifbar erscheinen ihre Bilder.

  • „Der Kontakt“, aus der Reihe „Die Haarsträhne und die Haut“, zerkratzter C-Print, 7x6cm, 2008 Ghazaleh Hedayats Arbeit geht von Misstrauen in Fotografie und in fotografische Darstellung der Wahrheit aus. Infolge dieses Misstrauens konzentriert sie sich auf Sichtweisen statt auf die Gegenstände ihres Blicks. Sie erklärt, dass Fotografie ihrer Ansicht nach keine Kunstform ist, sondern ein Anlass, Künstlerisches durch das zu leisten, was der Fotografie fehlt. Daher haben ihre Fotos mehr mit Fotografie als Konzept denn als Technik zu tun.

    „Der Kontakt“, aus der Reihe „Die Haarsträhne und die Haut“, zerkratzter C-Print, 7x6cm, 2008

    Ghazaleh Hedayats Arbeit geht von Misstrauen in Fotografie und in fotografische Darstellung der Wahrheit aus. Infolge dieses Misstrauens konzentriert sie sich auf Sichtweisen statt auf die Gegenstände ihres Blicks. Sie erklärt, dass Fotografie ihrer Ansicht nach keine Kunstform ist, sondern ein Anlass, Künstlerisches durch das zu leisten, was der Fotografie fehlt. Daher haben ihre Fotos mehr mit Fotografie als Konzept denn als Technik zu tun.

  • „Ohne Titel“, Videostandbild, 7 min Eine Beschränkung der Fotografie liegt darin, dass sie normalerweise nur einen Moment der Wahrheit im Einzelbild erfassen kann. In diesem Video blickt die Künstlerin so lange in die Kamera, bis ihr Tränen über das Gesicht fließen. Nicht nur verlängert sie so die Dauer eines Fotos in einem Video, das geringfügig von einem Standbild abweicht, sondern sie dokumentiert und repräsentiert auch den Einfluss des Blicks der Betrachter sowie der Fotografie auf sich selbst. Man kann hier den Blick und das Objekt des Blicks gleichzeitig ansehen. Das Video vermittelt auch ein Gefühl der Prekarität, die die anderen Werke der Künstlerin erfüllt.

    „Ohne Titel“, Videostandbild, 7 min

    Eine Beschränkung der Fotografie liegt darin, dass sie normalerweise nur einen Moment der Wahrheit im Einzelbild erfassen kann. In diesem Video blickt die Künstlerin so lange in die Kamera, bis ihr Tränen über das Gesicht fließen. Nicht nur verlängert sie so die Dauer eines Fotos in einem Video, das geringfügig von einem Standbild abweicht, sondern sie dokumentiert und repräsentiert auch den Einfluss des Blicks der Betrachter sowie der Fotografie auf sich selbst. Man kann hier den Blick und das Objekt des Blicks gleichzeitig ansehen. Das Video vermittelt auch ein Gefühl der Prekarität, die die anderen Werke der Künstlerin erfüllt.

  • „Guckloch“, Analogfotografie, C-Print auf Fotopapier, 30x30cm, 2006 Das Guckloch fungiert wie eine Camera Obscura ausgerüstet mit einem Objektiv. Durch ein Guckloch zu schauen ist das Gegenteil des Blicks durch ein Schlüsselloch. Im ersten Fall schaut man von innen nach außen, in einen öffentlichen Raum, nicht in einen Raum, den man nicht betreten darf. Die Person, die durch ein Guckloch blickt, will sehen, ob sie andere in ihren privaten Raum einlassen soll. Die Hauptaufgabe des Gucklochs ist, das Sehen zu ermöglichen, ohne den Angeschauten zurückblicken zu lassen. Es sorgt für Sicherheit und fungiert als kleine Membran, ein Berührungspunkt von innen und außen, wie ein einseitiges Fenster.

    „Guckloch“, Analogfotografie, C-Print auf Fotopapier, 30x30cm, 2006

    Das Guckloch fungiert wie eine Camera Obscura ausgerüstet mit einem Objektiv. Durch ein Guckloch zu schauen ist das Gegenteil des Blicks durch ein Schlüsselloch. Im ersten Fall schaut man von innen nach außen, in einen öffentlichen Raum, nicht in einen Raum, den man nicht betreten darf. Die Person, die durch ein Guckloch blickt, will sehen, ob sie andere in ihren privaten Raum einlassen soll. Die Hauptaufgabe des Gucklochs ist, das Sehen zu ermöglichen, ohne den Angeschauten zurückblicken zu lassen. Es sorgt für Sicherheit und fungiert als kleine Membran, ein Berührungspunkt von innen und außen, wie ein einseitiges Fenster.

  • „Guckloch“, Analogfotografie, C-Print auf Fotopapier, 30x30cm, 2006 Hier dient das Guckloch nicht dazu, nach außen zu blicken, sondern alte Bilder und Ausweispapiere der Künstlerin zu untersuchen. Wie in ihren anderen Werken interessiert sich Hedayat auch hier für eine nähere Betrachtung der Oberflächen. Durch ein Medium, das den Gegenblick verhindert, betrachtet sie die Dokumente, die ihre Identität erklären soll.

    „Guckloch“, Analogfotografie, C-Print auf Fotopapier, 30x30cm, 2006

    Hier dient das Guckloch nicht dazu, nach außen zu blicken, sondern alte Bilder und Ausweispapiere der Künstlerin zu untersuchen. Wie in ihren anderen Werken interessiert sich Hedayat auch hier für eine nähere Betrachtung der Oberflächen. Durch ein Medium, das den Gegenblick verhindert, betrachtet sie die Dokumente, die ihre Identität erklären soll.

  • „Guckloch“, Analogfotografie, C-Print auf Fotopapier, 30x30cm, 2006 Die Künstlerin erinnert daran, dass sie diese Reihe begann, als sie in den USA Fingerabdrücke abgeben musste. (Sie hat ihre Kunsterziehung in den USA fortgesetzt. Derzeit lebt sie in Teheran.) Dadurch, den Akt des Schauens selbst zu betrachten, arbeitet Hedayat dem autoritären Blick entgegen. Das geschieht durch ein Medium, das eigentlich zum Schutz der Privatsphäre verwendet wird, und vermittelt dadurch ein Gefühl der Unsicherheit.

    „Guckloch“, Analogfotografie, C-Print auf Fotopapier, 30x30cm, 2006

    Die Künstlerin erinnert daran, dass sie diese Reihe begann, als sie in den USA Fingerabdrücke abgeben musste. (Sie hat ihre Kunsterziehung in den USA fortgesetzt. Derzeit lebt sie in Teheran.) Dadurch, den Akt des Schauens selbst zu betrachten, arbeitet Hedayat dem autoritären Blick entgegen. Das geschieht durch ein Medium, das eigentlich zum Schutz der Privatsphäre verwendet wird, und vermittelt dadurch ein Gefühl der Unsicherheit.

  • „Guckloch“, Analogfotografie, C-Print auf Fotopapier, 30x30cm, 2006 Die Fotos in dieser Reihe vermitteln dem Betrachter den Eindruck, als ob er aus den Augen der Künstlerin schaue und nicht auf das Foto oder Ausweispapier von jemand anderem, sondern auf sein eigenes. Die Werke gehen über das Selbstporträt hinaus und dokumentieren Sichtweise und Blickwinkel der Künstlerin.

    „Guckloch“, Analogfotografie, C-Print auf Fotopapier, 30x30cm, 2006

    Die Fotos in dieser Reihe vermitteln dem Betrachter den Eindruck, als ob er aus den Augen der Künstlerin schaue und nicht auf das Foto oder Ausweispapier von jemand anderem, sondern auf sein eigenes. Die Werke gehen über das Selbstporträt hinaus und dokumentieren Sichtweise und Blickwinkel der Künstlerin.

  • „Gesteckte oder offene Haare“, Haare und Stickrahmen, 40x40cm, 2008 In einen Rahmen, der normalerweise für die Fertigung von Dekorationsobjekten verwendet wird, spannt die Künstlerin menschliches Haar. Damit stellt sie Funktion des Haars sowohl als Bestandteil des Körpers wie auch als dekoratives Element zur Debatte. Das englische Wort „loose“ im ursprünglichen Titel des Werks ist ein Wortspiel mit „offenen“ Haaren.

    „Gesteckte oder offene Haare“, Haare und Stickrahmen, 40x40cm, 2008

    In einen Rahmen, der normalerweise für die Fertigung von Dekorationsobjekten verwendet wird, spannt die Künstlerin menschliches Haar. Damit stellt sie Funktion des Haars sowohl als Bestandteil des Körpers wie auch als dekoratives Element zur Debatte. Das englische Wort „loose“ im ursprünglichen Titel des Werks ist ein Wortspiel mit „offenen“ Haaren.

  • „Der Klang meiner Haare“, menschliche Haare, Nägel, Klang des Hammers, 2008 Dieses Werk ist eine Antwort auf die Frage, die hinter vielen Arbeiten Hedayats lauert: „Was ist der Klang meines Körpers?“ Um ihren Haaren eine Stimme zu verleihen, nagelt die Künstlerin in diesem Werk vier Haarsträhnen an eine riesige Wand. Auch dieses Werk hat eine minimalistische Qualität. Hedayat besteht nicht darauf, ihre Werke zu zeigen, sie hat es lieber, dass ihre Zuschauer die Werke suchen. Deshalb fallen die Haarsträhnen nur durch das Etikett auf. Ein Hammer habe die Haarsträhnen an die Wand genagelt, um sie zum Schweigen zu bringen, so die Künstlerin. Aber tatsächlich ähneln sie so Notenlinien oder einem Musikinstrument, das man spielen kann.

    „Der Klang meiner Haare“, menschliche Haare, Nägel, Klang des Hammers, 2008

    Dieses Werk ist eine Antwort auf die Frage, die hinter vielen Arbeiten Hedayats lauert: „Was ist der Klang meines Körpers?“ Um ihren Haaren eine Stimme zu verleihen, nagelt die Künstlerin in diesem Werk vier Haarsträhnen an eine riesige Wand. Auch dieses Werk hat eine minimalistische Qualität. Hedayat besteht nicht darauf, ihre Werke zu zeigen, sie hat es lieber, dass ihre Zuschauer die Werke suchen. Deshalb fallen die Haarsträhnen nur durch das Etikett auf. Ein Hammer habe die Haarsträhnen an die Wand genagelt, um sie zum Schweigen zu bringen, so die Künstlerin. Aber tatsächlich ähneln sie so Notenlinien oder einem Musikinstrument, das man spielen kann.

  • „Evas Apfel“, Videostandbild, 4 min, 2011 Die Haut kann als Membran zwischen Innen und Außen angesehen werden, in ähnlicher Weise wie ein Guckloch oder eine Kameralinse. Die Künstlerin fokussiert auf Haut als eine Membran. Dies ermöglicht ihr, lokale Verbotsnormen bezüglich der Darstellung zu umgehen. Aktuelle Richtlinien erlauben iranischen Künstlern nur, unbedeckte Hände, Füße oder Gesichter weiblicher Figuren darzustellen, aber nicht die Haut am übrigen Körper. Und was geschieht, wenn unklar wäre, welchem Teil des Körpers die gezeigte Haut angehört? In diesem Video zeigen die geringen Bewegungen der Haut, dass es sich um einen Adamsapfel handelt. Eva war die Erste, so die Künstlerin, die die verbotene Frucht im Paradies gegessen hat. Aber der Körperteil ist unter dem Namen Adams bekannt. Das Video verweist auf den Begriff eines Knotens in der Kehle. In diesem Sinne vermittelt es eine tiefe Trauer, die die meisten Werke der Künstlerin durchdringt.

    „Evas Apfel“, Videostandbild, 4 min, 2011

    Die Haut kann als Membran zwischen Innen und Außen angesehen werden, in ähnlicher Weise wie ein Guckloch oder eine Kameralinse. Die Künstlerin fokussiert auf Haut als eine Membran. Dies ermöglicht ihr, lokale Verbotsnormen bezüglich der Darstellung zu umgehen. Aktuelle Richtlinien erlauben iranischen Künstlern nur, unbedeckte Hände, Füße oder Gesichter weiblicher Figuren darzustellen, aber nicht die Haut am übrigen Körper. Und was geschieht, wenn unklar wäre, welchem Teil des Körpers die gezeigte Haut angehört? In diesem Video zeigen die geringen Bewegungen der Haut, dass es sich um einen Adamsapfel handelt. Eva war die Erste, so die Künstlerin, die die verbotene Frucht im Paradies gegessen hat. Aber der Körperteil ist unter dem Namen Adams bekannt. Das Video verweist auf den Begriff eines Knotens in der Kehle. In diesem Sinne vermittelt es eine tiefe Trauer, die die meisten Werke der Künstlerin durchdringt.

  • „Das Papier und die Haut“, 2008, zerkratzter C-Print, 30x45

    „Das Papier und die Haut“, 2008, zerkratzter C-Print, 30x45

  • „Das Papier und die Haut“, 2008, zerkratzter C-Print, 30x45

    „Das Papier und die Haut“, 2008, zerkratzter C-Print, 30x45

  • „Die Kruste“, Leinwand, C-Print, Pergament und Glutinleim, 15x15cm, 2013 Eine weitere Einschränkung der Fotografie ist ihr Mangel an Tastempfindung. Auch dieser bildet im Schaffen Hedayats ein Zentrum. Fotografie flacht die Wirklichkeit ab, reduziert sie zu einer Oberfläche und verwandelt sie in eine Haut, die der Zuschauer nicht berühren darf. Hedayat untersucht die Zuverlässigkeit dieser Oberflächen, indem sie sie in den Vordergrund stellt und verhindert, dass sie für etwas stehen, das sie nicht wirklich sind.

    „Die Kruste“, Leinwand, C-Print, Pergament und Glutinleim, 15x15cm, 2013

    Eine weitere Einschränkung der Fotografie ist ihr Mangel an Tastempfindung. Auch dieser bildet im Schaffen Hedayats ein Zentrum. Fotografie flacht die Wirklichkeit ab, reduziert sie zu einer Oberfläche und verwandelt sie in eine Haut, die der Zuschauer nicht berühren darf. Hedayat untersucht die Zuverlässigkeit dieser Oberflächen, indem sie sie in den Vordergrund stellt und verhindert, dass sie für etwas stehen, das sie nicht wirklich sind.

  • „Die Kruste“, Leinwand, C-Print, Pergament und Glutinleim, 15x15cm, 2013 Eine dritte Einschränkung der Fotografie besteht darin, dass sie einen bestimmten Abstand von ihrem Gegenstand einhält. Der Betrachter eines Fotos sieht die Realität in einer bestimmten Entfernung. Hedayat spielt mit diesem Abstand.

    „Die Kruste“, Leinwand, C-Print, Pergament und Glutinleim, 15x15cm, 2013

    Eine dritte Einschränkung der Fotografie besteht darin, dass sie einen bestimmten Abstand von ihrem Gegenstand einhält. Der Betrachter eines Fotos sieht die Realität in einer bestimmten Entfernung. Hedayat spielt mit diesem Abstand.

  • „Die Kruste“, Assemblage, 15x15cm, 2013 In ihrem Werk „Tapete“ bedeckt Hedayat eine Wand mit Hunderten identischer kleiner Selbstporträts und schafft dadurch eine klaustrophobische Atmosphäre. Der Betrachter ist eingeladen, sich den Fotos zu nähern und zugleich davon zu distanzieren. Ganz gleich, wo er steht, verpasst er einen Teil des Gesamten. In der Reihe „Die Kruste“ fokussiert die Künstlerin auf Haut und gibt ihr, wie bei ihren Fotos, solches Ausmaß, dass der Abstand zwischen dem Betrachter und dem Gegenstand gestört wird.

    „Die Kruste“, Assemblage, 15x15cm, 2013

    In ihrem Werk „Tapete“ bedeckt Hedayat eine Wand mit Hunderten identischer kleiner Selbstporträts und schafft dadurch eine klaustrophobische Atmosphäre. Der Betrachter ist eingeladen, sich den Fotos zu nähern und zugleich davon zu distanzieren. Ganz gleich, wo er steht, verpasst er einen Teil des Gesamten. In der Reihe „Die Kruste“ fokussiert die Künstlerin auf Haut und gibt ihr, wie bei ihren Fotos, solches Ausmaß, dass der Abstand zwischen dem Betrachter und dem Gegenstand gestört wird.

  • „Die Kruste“, Assemblage, 15x15cm, 2013 Hier beschäftigt sich die Künstlerin mit der Frage: „Was liegt unter der Haut?“ In vielen Sprachen bedeutet der Begriff „etwas unter der Haut spüren“, etwas unmittelbar fühlen zu können. Hedayat visualisiert hier dieses unterschwellige Gefühl.

    „Die Kruste“, Assemblage, 15x15cm, 2013

    Hier beschäftigt sich die Künstlerin mit der Frage: „Was liegt unter der Haut?“ In vielen Sprachen bedeutet der Begriff „etwas unter der Haut spüren“, etwas unmittelbar fühlen zu können. Hedayat visualisiert hier dieses unterschwellige Gefühl.

  • „Ohne Titel“, aus der Reihe „Das Vergangene“, 2014, Foto Copyright: Ghazaleh Hedayat und Ag Galerie Die Reihe „Das Vergangene“ stellt Korrespondenzen der Künstlerin mit verschiedenen Personen im Laufe ihres Lebens dar. Auch hier stellt ihre Detailtreue die Materialität in den Vordergrund. Beim Fotografieren der Briefe, die zum Anschauen und nicht zum Lesen sind, zeigt Hedayat ihre geografische Entfernung zu deren Autoren.

    „Ohne Titel“, aus der Reihe „Das Vergangene“, 2014, Foto Copyright: Ghazaleh Hedayat und Ag Galerie

    Die Reihe „Das Vergangene“ stellt Korrespondenzen der Künstlerin mit verschiedenen Personen im Laufe ihres Lebens dar. Auch hier stellt ihre Detailtreue die Materialität in den Vordergrund. Beim Fotografieren der Briefe, die zum Anschauen und nicht zum Lesen sind, zeigt Hedayat ihre geografische Entfernung zu deren Autoren.

  • „Ohne Titel“, aus der Reihe „Das Vergangene“, 2014, Foto Copyright: Ghazaleh Hedayat und Ag Galerie

    „Ohne Titel“, aus der Reihe „Das Vergangene“, 2014, Foto Copyright: Ghazaleh Hedayat und Ag Galerie

  • „Ohne Titel“, aus der Reihe „Das Vergangene“, 2014, Foto Copyright: Ghazaleh Hedayat und Ag Galerie

    „Ohne Titel“, aus der Reihe „Das Vergangene“, 2014, Foto Copyright: Ghazaleh Hedayat und Ag Galerie

  • „Ohne Titel“, aus der Reihe „Das Vergangene“, 2014, Foto Copyright: Ghazaleh Hedayat und Ag Galerie

    „Ohne Titel“, aus der Reihe „Das Vergangene“, 2014, Foto Copyright: Ghazaleh Hedayat und Ag Galerie

  • „Ohne Titel“, aus der Reihe „Das Vergangene“, 2014, Foto Copyright: Ghazaleh Hedayat und Ag Galerie

    „Ohne Titel“, aus der Reihe „Das Vergangene“, 2014, Foto Copyright: Ghazaleh Hedayat und Ag Galerie

  • „Ohne Titel“, aus der Reihe „Das Vergangene“, 2014, Foto Copyright: Ghazaleh Hedayat und Ag Galerie

    „Ohne Titel“, aus der Reihe „Das Vergangene“, 2014, Foto Copyright: Ghazaleh Hedayat und Ag Galerie

  • „Ohne Titel“, aus der Reihe „Das Vergangene“, 2014, Foto Copyright: Ghazaleh Hedayat und Ag Galerie Text: SARANG BAHRAMI (bahrami@iranjournal.org)

    „Ohne Titel“, aus der Reihe „Das Vergangene“, 2014, Foto Copyright: Ghazaleh Hedayat und Ag Galerie
    Text: SARANG BAHRAMI (bahrami@iranjournal.org)

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