Schwere Kämpfe im Südosten Irans: Tote und Verletzte unter Sicherheitskräften

Bei schweren Zusammenstößen zwischen iranischen Sicherheitskräften und bewaffneten Männern sind am Samstag in Saravan im Südosten Irans mindestens sieben Menschen getötet worden. Nach Angaben der Revolutionsgarden kamen drei ihrer Mitglieder sowie vier andere Bewaffnete ums Leben. Menschenrechtsorganisationen berichten von möglicherweise deutlich höheren Verlusten unter den Sicherheitskräften. Die Angaben lassen sich bislang nicht unabhängig überprüfen.

Die Kämpfe sollen vor Tagesanbruch im Stadtgebiet Bakhshan begonnen und sich später bis zu Jahadabad ausgebreitet haben. Lokale Quellen berichten von Schusswechseln, Explosionen und dem Einsatz schwerer Waffen. Zur Überwachung des Gebiets sollen die Sicherheitskräfte nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Haalvsh auch Aufklärungsdrohnen eingesetzt haben. Mehrere Krankenwagen seien vor Ort gewesen, Straßen und Zufahrtswege rund um das Kampfgebiet abgeriegelt worden.

Besonders heftig soll der Beschuss eines Wohnhauses gewesen sein. Nach Angaben von Haalvsh wurde das Gebäude mit mehr als 20 RPG-Geschossen und Handgranaten angegriffen. Auch diese Angaben konnten jedoch nicht unabhängig bestätigt werden. 

Die iranischen Behörden sprechen von Mitgliedern „feindlicher Gruppen“, die Anschläge und Sabotageakte geplant hätten. Eine genaue Zuordnung der Bewaffneten zu einer bestimmten Organisation ist bislang ebenso wenig möglich wie eine verlässliche Einschätzung ihrer Verluste. Eine umfassende offizielle Darstellung des Einsatzes lag zunächst nicht vor.

Saravan liegt in der Provinz Sistan und Belutschistan an der Grenze zu Pakistan. Die mehrheitlich von Belutschen bewohnte Region ist seit Jahren von bewaffneten Aufständen und Konflikten mit iranischen Sicherheitskräften geprägt.♦

Foto: aftabnews.ir