Drei Protestierende in Iran hingerichtet

Die iranische Justiz hat am 19. März die Hinrichtung von drei Männern in der Stadt Qom bekannt gegeben. Mehdi Ghasemi, Saleh Mohammadi und Saeed Davoudi wurde „Krieg gegen Gott“ („Moharebeh“) sowie eine „operative Zusammenarbeit“ mit Israel und den USA vorgeworfen. Sie waren während der landesweiten Proteste im Januar verhaftet worden. 

Nach Angaben offizieller Stellen sollen die Verurteilten an der „Tötung von zwei Polizeibeamten“ beteiligt gewesen sein. 

Der Direktor der in Norwegen ansässigen Organisation Iran Human Rights, Mahmood Amiry-Moghaddam, erklärte, die drei Demonstranten seien „in einem unfairen Verfahren und auf Grundlage unter Folter erzwungener Geständnisse“ verurteilt worden.

Amnesty International hatte bereits im Februar mitgeteilt, Informationen über mindestens 30 Personen gesammelt zu haben, die im Zusammenhang mit den Protesten vor Gericht gestellt worden seien und denen die Todesstrafe drohe. Darunter seien auch zwei 17-Jährige gewesen.

Einer der in diesem Zusammenhang genannten Fälle war der 18-jährige Saleh Mohammadi, der nun hingerichtet wurde.