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Zentralbank klagt über fehlende Kontrolle

Die iranische Zentralbank habe über rund 25 Prozent der finanziellen Aktivitäten iranischer Banken keine Kontrolle. Das habe der Chef der Zentralbank Waliullah Seif bei einem Treffen mit den Provinzgouverneuren des Landes gesagt, berichtet die Nachrichtenagentur MEHR am Mittwoch. Seif habe zudem gefordert, gegen „illegale Geldinstitute“ vorzugehen. Um welche Banken es sich dabei handele, sagte Seif MEHR zufolge nicht. Es ist eine der wichtigsten Aufgaben der iranischen Zentralbank, die finanziellen Aktivitäten der Banken und Geldinstitute des Landes zu kontrollieren.

In den vergangenen Jahren wurden im Iran mehrere Finanzdienstleister gegründet, die hauptsächlich für Behörden arbeiten. Einige davon bekamen von der Regierung des früheren iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinedschad (2005-2013) Lizenzen zur Gründung von Banken, etwa „Ayandeh“ und „Mehr-e Eghtesad“, die mittlerweile mehr als 700 Filialen im Iran haben, ohne bei der Zentralbank registriert zu sein. Im selben Zeitraum wurden außerdem weiteren privaten Banken Zulassungen erteilt, die militärischen Behörden oder der iranischen Revolutionsgarde gehören – etwa die Bank „Ansaar“, die der Revolutionsgarde gehört, „Hekmat-e Iranian Bank“ im Besitz der Armee und die Bank „Ghavamin Motlagh Bank“, die der iranischen Polizei gehört.

(fh)