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Minister warnt vor maroder Öl-Industrie

Die iranische Öl-Industrie befinde sich in einem „maroden Zustand“, weil dem zuständigen Ministerium die notwendigen Mitteln für Investitionen fehlten. Das sagte der iranische Ölminister Bijan Namdar Zanganeh bei einer Rede vor dem iranischen Parlament, berichteten Nachrichtenagenturen am Montag. Der Ölindustrie drohe eine „ernsthafte Krise“, falls nicht bald eine Lösung für die Finanzierungsprobleme gefunden würde, so Zanganeh weiter.

Laut einem Beschluss des Parlaments soll das iranische Ölministerium 14,5 Prozent seiner Einnahmen in die Ölindustrie investieren. 2012 wurden so etwa 21 Milliarden Dollar, 2013 rund 17 Milliarden Dollar angelegt. Nun führen die niedrigen Erdölpreise jedoch zu sinkenden Einnahmen. Während ein Barrel Erdöl vor zwei Jahren noch durchschnittlich 100 US-Dollar kostete und das Ministerium damit rund 13 Milliarden US-Dollar an Einnahmen erwirtschaftete, liegt der Preis nun bei 40 Dollar pro Barrel. Das Ministerium werde damit nur noch rund 4 Milliarden US-Dollar Gewinn machen, so Zanganeh.

Derzeit werden im iranischen Parlament die Details des Staatsbudgets für das kommende iranische Jahr diskutiert, das am 21. März beginnt. Insgesamt sind für den Haushalt rund 274,5 Milliarden Euro vorgesehen.

(fh)