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Verbot gegen Kaviar-Fischerei verlängert

Ein Beschluss aus dem Jahr 2010, der die Störfischerei im Kaspischen Meer zur Gewinnung von Kaviar verbietet, ist bis Ende 2019 verlängert worden. Dies haben Vertreter aus den fünf Anrainerländern Russland, Turkmenistan, Kasachstan, Aserbaidschan und Iran bei ihrem Treffen in Baku vereinbart. Damit sollen die vom Aussterben bedrohten Störe geschützt werden, so die offizielle Erklärung.

Beobachter begrüßen die Entscheidung zwar, halten sie aber für nicht ausreichend. Sie bemängeln, dass immer noch kein gemeinsamer Beschluss über Strafmaßnahmen zur Bekämpfung von illegalen Netzwerken des Kaviarhandels getroffen wurde.

Echter Wildkaviar aus dem Kaspischen Meer gehört zu den teuersten Delikatessen der Welt. 100 Gramm iranischer Kaviar können bis zu 1.400 Euro kosten. Für den Iran ist Kaviar daher nach Erdöl eine der wichtigsten Einnahmequellen.

Knapp 90 Prozent des weltweiten Störbestands befinden sich im Kaspischen Meer. Auf der iranischen Seite dürfen Fischer offiziell nur im Auftrag der staatlichen Fischereibehörde arbeiten. In den Krisenjahren nach dem Zerfall der Sowjetunion wuchs die Konkurrenz zwischen Fischern aus Russland, Kasachstan, Aserbaidschan und dem Iran. Der Schwarzmarkt weitete sich aus und es kam zu illegaler Überfischung der Störarten.

(fh)