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Teheraner Puppenmuseum musste schließen

Bereits vor einem Monat musste das internationale Puppenmuseum in Teheran „International Dolls Museum of Iran“ aus finanziellen Gründen geschlossen werden. Das teilte Museumsdirektor Ali Golshan der Nachrichtenagentur ILNA am Mittwoch mit. Demnach habe das private Museum bei mehreren Sitzungen innerhalb der vergangenen acht Monate die Verantwortlichen im Teheraner Stadtrat um Hilfe gebeten und einen Brief an Bürgermeister Mohammad Bagher Ghilbaf geschrieben, jedoch keine Resonanz erhalten. Auch die Kulturerbeorganisation „Iran Cultural Heritage, Handcrafts and Tourism Organization“ (ICHO) sei über die finanzielle Krise des Puppenmuseums in Kenntnis gesetzt worden. Aber auch von dort sei keine Hilfe gekommen, so Golshan. Nun müsse für die Puppen ein geeignetes Lager gefunden werden.

Das internationale Puppenmuseum war vor zwei Jahren von Masoud Naseri, der 25 Jahre lang 1.500 Puppen aus 64 Ländern gesammelt hat, eröffnet worden. Ziel war, vor allem Kindern die Kulturen anderer Länder nahezubringen. In den vergangenen zwei Jahren besuchten 14.000 Kinder und SchülerInnen das Puppenmuseum. Zudem wurde es in diesem Jahr mit einem Preis des Internationalen Museumsrats „International Council of Museums“ (ICOM) ausgezeichnet. ICOM ist eine internationale nichtstaatliche Organisation, die 1946 in Zusammenarbeit mit der UNESCO gegründet wurde, um weltweit die Interessen von Museen zu unterstützen.

(fh)