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Regimekritiker in die Psychiatrie eingeliefert

Der iranische Regimekritiker Hashem Khastar ist laut seiner Ehefrau Sedigeh Maleki von der Revolutionsgarde entführt und in die geschlossene Abteilung einer psychiatrischen Klinik gebracht worden. Über Khastars Verschwinden wurde  zuvor auch in den sozialen Netzwerken berichtet.

Der pensionierte Lehrer war in der nordostiranischen Stadt Mashhad im Lehrerverband aktiv. Er hatte häufig das islamische Bildungssystem kritisiert und an der Organisation von Protestaktionen gegen die Unterbezahlung von LehrerInnen und Unterdrückung von AktivistInnen mitgewirkt.  Nach Angaben seiner Frau und seines Kollegen Javad Lael-Mohammadi hat Khastar niemals psychische oder nennenswerte physische Probleme gehabt.

Im Sommer hatte Khastar einen Brief an Irans Revolutionsführer Ali Khamenei veröffentlicht, in dem er ihm und anderen Verantwortlichen der Islamischen Republik „den Ruin des Landes“, 40 Jahre Unterdrückung Andersdenkender und Förderung der Korruption vorwarf.

Seit den erneuten landesweiten Protesten iranischer LehrerInnen sind die Repressalien gegen die Protestierenden verstärkt worden. Dagegen und für die Freilassung inhaftierter AktivistInnen setzten sich in den vergangenen Wochen fünf französische Gewerkschaften und Großbritanniens Lehrerverband ein. (fp)

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