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Rouhani kritisiert Qualität des Sozialwohnungsbaus

Dass privat gebaute Häuser dem Erdbeben im Iran standgehalten hätten, während Sozialwohnungen komplett zerstört wurden, sei „ein Zeichen für Korruption“, sagte der iranische Präsident Hassan Rouhani am Mittwoch. Er stellte die Frage, wie es dazu kommen könne, dass sich Häuser in denselben Straßen so unterschiedlich stabil gezeigt hätten.

Bei dem Erdbeben am Sonntagabend waren vor allem in der Stadt Sarpol-e Zahab in der iranischen Provinz Kermanschah, wo sich das Epizentrum des Bebens befand, Tausende Häuser zerstört worden, vor allem solche, die im Rahmen des staatlichen Projekts Maskane Mehr erbaut worden waren.

In dessen Rahmen hatte die Regierung des ehemaligen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad Hunderttausende staatlich geförderte Wohnungen für arme Bevölkerungsschichten errichtet. Die Milliardensummen, die in das Projekt investiert wurden, katapultierten damals die Inflation in die Höhe und belasteten damit die Bevölkerung. Die Regierung Rouhanis legte das Programm zunächst auf Eis und versprach, es fortzusetzen, wenn „die Mängel des Konzeptes“ beseitigt worden seien.

Rouhani kündigte an, er werde gegen die Firmen, die die Wohnblocks in dieser Region gebaut hätten, vorgehen. Zudem versprach er, den Wiederaufbau der zerstörten Sozialwohnungen mit staatlichen Geldern zu unterstützen.

Bei dem Erdbeben am Sonntagabend in der Grenzregion zwischen dem Irak und dem Iran kamen nach offiziellen Angaben bis Mittwochabend mindestens 432 Menschen ums Leben, über 9.000 wurden verletzt.  Das iranische Innenministerium geht davon aus, dass die Zahl der Opfer noch steigen kann.

(fh)