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Zahl der Internet-User im Iran steigt

Laut dem iranischen Kommunikationsministerium besitzen über 37 Millionen IranerInnen einen Internetzugang. Damit sei die Zahl innerhalb von vier Jahren um zehn Millionen gestiegen, berichtete die Nachrichtenagentur ISNA am Montag. Demnach verfügen über 27,2 Millionen IranerInnen über einen Internetzugang über ihren Mobilfunkanbieter, 9,4 Millionen besitzen einen ADSL-Internetanschluss.

Vor sechs Monaten hat der britische Mobilfunkanbieter Vodafone eine Kooperation mit dem iranischen Internetanbieter HiWEB angekündigt. Der Iran verfüge über eine wachsende Mittelschicht, Infrastruktur sowie Energieressourcen und bräuchte ausländische Investitionen, sagte ein Vodafone-Sprecher damals.

Gleichzeitig ist der Zugang zur virtuellen Welt für Ultrakonservative im Iran zu einer Herausforderung geworden. Viele Kleriker und Großayatollahs bezeichnen das Internet als „Erfindung des Westens“, das gegen Religion und Islam eingesetzt werde. Im vergangenen Jahr schloss die iranische Regierung mit elf Universitäten Verträge über insgesamt 32 Millionen Euro für die Entwicklung intelligenter Sperrprogramme ab. Diese sollen in der Lage sein, „unmoralische Inhalte“ auf sozialen Netzwerken erkennen zu können.

Als „unmoralisch“ gelten dabei etwa Angriffe auf den Islam oder dessen gesellschaftliche Ordnung, auf Regierungs- oder andere öffentliche Einrichtungen sowie die Veröffentlichung freizügiger Fotos. Intelligente Sperrprogramme sollen Profile, die solche Beiträge enthalten, blockieren.

(fh)