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Kantpreis für Regisseur Jafar Panahi

Der iranische Filmregisseur Jafar Panahi ist am Samstag mit dem Immanuel-Kant-Weltbürger-Preis der Freiburger Kantstiftung ausgezeichnet worden. Allerdings konnte der gesellschaftskritische Filmemacher den mit 15.000 Euro dotierten Preis nicht persönlich in Freiburg entgegennehmen, da der Iran ein Ausreiseverbot gegen ihn verhängt hat. Ebenfalls ausgezeichnet wurde die saudi-arabische Filmregisseurin Haifaa al Mansour, die 2012 als erste saudische Regisseurin ihren Film „Das Mädchen Wadjda“ vorgestellt hatte.

Die mit insgesamt 30.000 Euro dotierten Preise, benannt nach dem deutschen Philosophen Immanuel Kant (1724-1804), werden alle zwei Jahre verliehen. Sie würdigen Persönlichkeiten, die sich für Frieden, Völkerverständigung und Rechtsstaatlichkeit einsetzen.

Panahi wurde mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet. Zuletzt gewann er 2015 mit seinem Film „Taxi Teheran“ den Goldenen Bären der Internationalen Filmfestspiele in Berlin. 2010 ist der 56-jährige zu einer sechsjährigen Haftstrafe und zwanzig Jahren Berufs-, Ausreise- und Interviewverbot verurteilt worden. Panahi wollte damals einen Film über die oppositionelle „Grüne Bewegung“ drehen, die nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen von 2009 entstanden war. Der Film kam nie zu Ende.

(fh)