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Debatte über Militärputsch weitet sich aus

Yahya Rahim Safawi, militärischer Berater des geistlichen Oberhaupts des Iran Ayatollah Seyyed Ali Khamenei, hält die Regierung des iranischen Präsidenten Hassan Rouhani für unfähig. Regierung und Behörden seien nicht in der Lage, die Probleme der Bevölkerung zu lösen, sagte Safawi der Nachrichtenagentur IRNA zufolge am Montag. Deshalb wachse die Unzufriedenheit. „Man könnte manchmal annehmen, dass es dem Land ohne die jetzige Regierung besser gehen würde,“ so Safawi. Außerdem verteidigte der Ex-General der iranischen Revolutionsgarde die paramilitärische Organisation und lobte deren Macht und ihre „Schutzfunktion“ im Land und in der Region.

Seit einigen Wochen wird im Iran offen über einen Militärputsch seitens der Revolutionsgarde diskutiert. Wegen des drastischen Sturzes der iranischen Währung und der Wirtschaftskrise weitet sich die Debatte aktuell aus.

Am Montag hatten Händler des Teheraner Basars und Geschäftsleute ihre Geschäfte geschlossen und waren gegen die Devisenkurs-Krise auf die Straße gegangen. Die Polizei setzte Tränengas und Schlagstöcke gegen die Demonstranten ein. Auch in den Städten Karaj, Sanandaj, Kashan, Shahriyar und auf der Insel Qeshm hatten Händler ihre Geschäfte aus Protest geschlossen. (fh)

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