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Viele tote Kinder durch Autounfälle

Zwei- bis dreitausend Kinder jährlich kommen im Iran bei Autounfällen ums Leben. Allein von April bis Dezember 2016 waren acht Prozent der durch Autounfälle getöteten Menschen Kinder unter 10 Jahren.

Experten sehen als Hauptgrund mangelnde Sicherheitsvorkehrungen. Sie meinen, durch eine Kindersitz-Pflicht lasse sich die Zahl um bis zu 80 Prozent senken. Erst kürzlich forderte der Leiter der iranischen Verkehrspolizei, Taghi Mehri, die Einführung einer Kindersitz-Pflicht.

Die Zahl der tödlichen Autounfälle ist im Iran generell hoch. Jährlich sterben etwa 28.000 Menschen bei Verkehrsunfällen. Damit ist dies die dritthäufigste Todesursache nach Herzinfarkten und Krebserkrankungen. Dabei sind die Straßen besonders an Feiertagen durch Nachtfahrten und Übermüdung der Fahrer gefährdet. Allein in den vergangenen fünf Jahren sind an den iranischen Neujahrsfeiertagen insgesamt über 5.700 Menschen bei Autounfällen ums Leben gekommen.

(fh)