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14 Hinrichtungen in zwei Tagen

Am Mittwoch und Donnerstag sind im Iran 14 Personen hingerichtet worden. Damit wurden innerhalb einer Woche 35 Menschen exekutiert. Alle waren wegen Drogendelikten zum Tode verurteilt. Das persischsprachige Nachrichtenportal Human Rights Activists News Agency (HRANA) veröffentlichte auf seiner Webseite alle Namen der Getöteten.

Die Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights hatte vergangene Woche gemeldet, dass allein im Januar 87 Hinrichtungen, davon sechs in der Öffentlichkeit, durchgeführt worden seien. Zwei der exekutierten Männer seien zur Tatzeit minderjährig gewesen. Iran Human Rights kritisiert, dass von offizieller Seite keine genauen Angaben über die Anzahl der Hinrichtungen im Iran gemacht werden. Für Januar seien nur 19 Fälle offiziell bestätigt worden. Die Statistik der Menschenrechtsorganisation beruht auf Informationen Angehöriger. Demnach steigt die Zahl der Hinrichtungen immer kurz vor Präsidentschaftswahlen im Iran.

Im Iran wird die Todesstrafe offiziell für Mord, Vergewaltigung, bewaffneten Raub und Handel mit mehr als fünf Kilogramm Rauschgift verhängt. Aber seit der islamischen Revolution vor 37 Jahren wurden auch zahlreiche politische und MenschenrechtsaktivistInnen hingerichtet. Laut dem jüngsten Bericht des Sonderbeauftragten für Menschenrechte im Iran bei den Vereinten Nationen, Ahmed Shaheed, wurden 2015 im Iran mindestens 966 Menschen exekutiert.

(fh)