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Ausreiseverbot für Fußballnationaltrainer

Carlos Queiroz, aus Portugal stammender Trainer der iranischen  Fußballnationalmannschaft, zeigte sich verärgert über ein Ausreiseverbot, das am Samstag am Teheraner Flughafen gegen ihn verhängt wurde, als Queiroz mit der Mannschaft nach Österreich fliegen wollte. Grund für die Reisesperre soll Steuerhinterziehung sein. Die „Missverständnisse“ über seine Steuerangelegenheiten hätten ihn „persönlich getroffen“, sagte der 62-Jährige laut der Nachrichtenagentur ISNA.

Laut ISNA soll der Trainer eine Milliarde Tuman, umgerechnet 287.000 Euro, an Steuern hinterzogen haben. Der iranische Fußballverband habe deshalb am Samstag mit dem Finanzamt verhandelt. Queiroz weist die Vorwürfe zurück und bezeichnete die Ausreisesperre gegen ihn als „international beschämend“. Am Sonntag konnte der Portugiese nach Österreich fliegen.

Queiroz ist seit 2011 Trainer der iranischen Fußballnationalmannschaft. Er wird den Posten Ende März nach zwei Freundschaftsspielen gegen die schwedische und die chilenische Nationalmannschaft aufgeben. Er könne den massiven Druck gegen seine Person nicht mehr ertragen, so Queiroz‘ Begründung laut der Nachrichtenagentur TASNIM.

(fh)