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Iran bestätigt Raketentest

Der iranische Verteidigungsminister Hossein Dehghan hat am Mittwoch den Test einer ballistischen Rakete bestätigt. Dehghan betonte, Teheran habe mit dem Test nicht gegen das Atomabkommen und die entsprechende UN-Resolution verstoßen. Die USA und Israel hatten dem Iran am Sonntag den Test einer ballistischen Mittelstreckenrakete vorgeworfen und von einem Verstoß gegen die UN-Resolution gesprochen.

Die UN-Resolution 2231 von 2015 fordert den Iran auf, in den kommenden acht Jahren keine ballistischen Raketen zu entwickeln, die mit atomaren Sprengköpfen bestückt werden können. Nach der Lesart des Iran und Russlands ist die Aufforderung kein explizites Verbot. Zudem bestreitet Teheran, mit den Raketentests atomare Ziele zu verfolgen.

Die ballistische Rakete vom Typ Khoramschahr war am Sonntag von einem bekannten Testgelände rund 225 Kilometer östlich von Teheran abgefeuert worden und nach knapp 1.000 Kilometern beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre explodiert.

Der Raketentest, den der Iran zunächst nicht bestätigt hatte, hatte zu neuen Spannungen zwischen dem Iran und den USA geführt. Die neue US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, bezeichnete den Test bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats am Dienstag als „absolut inakzeptabel“. Auch Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu sprach von einem „eklatanten Verstoß“ gegen UN-Resolutionen.

(fh)