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Iran verurteilt Terroranschläge in Indonesien

Die Terror-Angriffe in Jakarta zeigten, dass die Extremisten „keine Grenzen kennen“, sagte der Sprecher des iranischen Außenministerium, Hossein Jaberi Ansari, der Nachrichtenagentur IRNA zufolge am Donnerstag. Man müsse künftig sowohl Täter als auch Unterstützer solcher Gruppen härter bekämpfen. Am Donnerstagvormittag waren bei mehreren Explosionen und Schusswechseln in der indonesischen Hauptstadt mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen, darunter fünf der Attentäter. Inzwischen hat sich die extremistische Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) zu den Angriffen bekannt.

Indonesien bemüht sich in diesen Tagen im Konflikt zwischen Saudi-Arabien und dem Iran zu vermitteln. Am Mittwoch traf sich die indonesische Außenministerin Rento Marsudi in Teheran mit dem iranischen Präsidenten Hassan Rouhani und ihrem Amtskollegen Mohammad Javad Zarif. Dabei soll es auch um die aktuelle Krise zwischen Teheran und Riad gegangen sein. Iranischen Medienberichten zufolge hat Marsudi dem iranischen Regierungschef einen Brief des indonesischen Präsidenten Joko Widodo überreicht. Details über dessen Inhalt wurden nicht bekannt. Bei dem Treffen soll es auch um die Ausweitung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Jakarta und Teheran gegangen sein.

In Indonesien leben rund 200 Millionen Muslime. Das sind etwa 88 Prozent der Bevölkerung. Damit ist Indonesien das größte muslimische Land weltweit.

(fh)