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Uminterpretation der offiziellen Schönheit
Kunstwerke von Ismail Ghanbari

  • Aus der Reihe „Banknoten“, Wandfarbe auf Leinwand auf handgefertigtem Keilrahmen, 2012 Ismail Ghanbari, geboren 1976, erhielt seinen Bachelor in Kunsthandwerk 2007 von der Täbris-Kunstuniversität. Obwohl viele seiner Kunstwerke stark konzeptuell geprägt sind, sind der Akt des Malens und der malerische Duktus wesentliche Bestandteile seiner Arbeit. Er ist mehr ein Maler und Zeichner als ein Konzeptkünstler.

    Aus der Reihe „Banknoten“, Wandfarbe auf Leinwand auf handgefertigtem Keilrahmen, 2012

    Ismail Ghanbari, geboren 1976, erhielt seinen Bachelor in Kunsthandwerk 2007 von der Täbris-Kunstuniversität. Obwohl viele seiner Kunstwerke stark konzeptuell geprägt sind, sind der Akt des Malens und der malerische Duktus wesentliche Bestandteile seiner Arbeit. Er ist mehr ein Maler und Zeichner als ein Konzeptkünstler.

  • Aus der Reihe „Banknoten“, Wandfarbe auf Leinwand auf handgefertigtem Keilrahmen, 2012 Als Maler wurde Ghanbari in Teherans Kunstszene zunächst durch die Reihe „Banknoten“ bekannt. Warhol schrieb einmal in seiner so genannten „Philosophie“: „Ich mag Geld an der Wand. Nehmen wir an, du wolltest ein Bild für 200.000 Dollar kaufen. Ich meine, dass du das Geld an eine Schnur binden und an die Wand hängen solltest.“ In dieser Reihe macht Ghanbari das Gegenteil.

    Aus der Reihe „Banknoten“, Wandfarbe auf Leinwand auf handgefertigtem Keilrahmen, 2012

    Als Maler wurde Ghanbari in Teherans Kunstszene zunächst durch die Reihe „Banknoten“ bekannt. Warhol schrieb einmal in seiner so genannten „Philosophie“: „Ich mag Geld an der Wand. Nehmen wir an, du wolltest ein Bild für 200.000 Dollar kaufen. Ich meine, dass du das Geld an eine Schnur binden und an die Wand hängen solltest.“ In dieser Reihe macht Ghanbari das Gegenteil.

  • Aus der Reihe „Banknoten“, Wandfarbe auf Leinwand auf handgefertigtem Keilrahmen, 26x50cm, 2011 Ghanbari malt mit Wandfarben auf handgefertigte Keilrahmen aus Ästen. Das intensiviert die Deformität der gemalten Banknoten und setzt sie in einen Gegensatz zur Ästhetik der Originale.

    Aus der Reihe „Banknoten“, Wandfarbe auf Leinwand auf handgefertigtem Keilrahmen, 26x50cm, 2011

    Ghanbari malt mit Wandfarben auf handgefertigte Keilrahmen aus Ästen. Das intensiviert die Deformität der gemalten Banknoten und setzt sie in einen Gegensatz zur Ästhetik der Originale.

  • Aus der Reihe „Banknoten“, Wandfarbe auf Leinwand auf handgefertigtem Keilrahmen, 13×35cm, 2012 Wenn Geld gemalt wird, verwandelt es sich in eine handelbare Ware, deren Wert nicht vorgegeben ist. Durch Nachahmung der anspruchsvollen Muster von Banknoten mit einem ungeeigneten Medium karikiert Ghanbari diese, ohne Verantwortung dafür zu übernehmen.

    Aus der Reihe „Banknoten“, Wandfarbe auf Leinwand auf handgefertigtem Keilrahmen, 13×35cm, 2012

    Wenn Geld gemalt wird, verwandelt es sich in eine handelbare Ware, deren Wert nicht vorgegeben ist. Durch Nachahmung der anspruchsvollen Muster von Banknoten mit einem ungeeigneten Medium karikiert Ghanbari diese, ohne Verantwortung dafür zu übernehmen.

  • Aus der Reihe „Banknoten“, Wandfarbe auf Leinwand auf handgefertigtem Keilrahmen, 26×56cm, 2012 Der Künstler fordert die Autorität dieser Bilddokumente heraus und veralbert ihre Authentizität. Als offizielle Dokumente bleiben Banknoten nicht lange im Besitz ihrer Eigentümer. Auf seine Weise eignet sich Ghanbari diese Objekte an und gibt ihnen eine persönliche Note. Auch wenn er mehrere Kopien von einer Banknote macht, bleibt jede einzigartig.

    Aus der Reihe „Banknoten“, Wandfarbe auf Leinwand auf handgefertigtem Keilrahmen, 26×56cm, 2012

    Der Künstler fordert die Autorität dieser Bilddokumente heraus und veralbert ihre Authentizität. Als offizielle Dokumente bleiben Banknoten nicht lange im Besitz ihrer Eigentümer. Auf seine Weise eignet sich Ghanbari diese Objekte an und gibt ihnen eine persönliche Note. Auch wenn er mehrere Kopien von einer Banknote macht, bleibt jede einzigartig.

  • Aus der Reihe „Banknoten“, Wandfarbe auf Leinwand auf handgefertigtem Keilrahmen, 2012 Eine Banknote ist ein mechanisch reproduziertes Kunstwerk, dessen Ästhetik keine Rolle bei der Bestimmung seines finanziellen Wertes spielt. Ghanbari weicht von dieser Norm ab und rückt den ästhetischen Wert in den Vordergrund. Die Banknoten treten damit stärker in Erscheinung als die Zahl, die sie darstellen. Der Künstler gibt dem Betrachter die Möglichkeit, die Banknoten als das zu erkennen, was sie eigentlich sind.

    Aus der Reihe „Banknoten“, Wandfarbe auf Leinwand auf handgefertigtem Keilrahmen, 2012

    Eine Banknote ist ein mechanisch reproduziertes Kunstwerk, dessen Ästhetik keine Rolle bei der Bestimmung seines finanziellen Wertes spielt. Ghanbari weicht von dieser Norm ab und rückt den ästhetischen Wert in den Vordergrund. Die Banknoten treten damit stärker in Erscheinung als die Zahl, die sie darstellen. Der Künstler gibt dem Betrachter die Möglichkeit, die Banknoten als das zu erkennen, was sie eigentlich sind.

  • Aus der Reihe „Banknoten“, Wandfarbe auf Leinwand auf handgefertigtem Keilrahmen Banknoten sind meistens mit Symbolen nationaler Autorität gekennzeichnet. Sie sind Grundlage für den Handelswert alle Waren innerhalb eines Wirtschaftssystems. Sie stützen sich auf ein politisches System, das seine Spuren auf ihnen hinterlässt. Hier fordert der Künstler die Autorität dieser Ikone heraus.

    Aus der Reihe „Banknoten“, Wandfarbe auf Leinwand auf handgefertigtem Keilrahmen

    Banknoten sind meistens mit Symbolen nationaler Autorität gekennzeichnet. Sie sind Grundlage für den Handelswert alle Waren innerhalb eines Wirtschaftssystems. Sie stützen sich auf ein politisches System, das seine Spuren auf ihnen hinterlässt. Hier fordert der Künstler die Autorität dieser Ikone heraus.

  • „Einen Dollar für jeden“, Wandfarbe auf Leinwand auf handgefertigtem Keilrahmen, 12x35cm, 2012 Die Reihe „Banknoten“ hat zu einem anderen Kunstprojekt geführt. Bei „Einen Dollar für jeden“ malt der Künstler auf Anforderung einen Dollarschein für einen spezifischen Klienten.

    „Einen Dollar für jeden“, Wandfarbe auf Leinwand auf handgefertigtem Keilrahmen, 12x35cm, 2012

    Die Reihe „Banknoten“ hat zu einem anderen Kunstprojekt geführt. Bei „Einen Dollar für jeden“ malt der Künstler auf Anforderung einen Dollarschein für einen spezifischen Klienten.

  • „Einen Dollar für jeden auf der Straße“, 2013, aus „Ismails Übungen“, Dokumentarfilm. Foto: Saber Safatian An einer Stelle entschied der Künstler, jedermann seine Dollarscheine zur Verfügung zu stellen und sie in seiner Heimatstadt auf der Straße zu verkaufen.

    „Einen Dollar für jeden auf der Straße“, 2013, aus „Ismails Übungen“, Dokumentarfilm. Foto: Saber Safatian

    An einer Stelle entschied der Künstler, jedermann seine Dollarscheine zur Verfügung zu stellen und sie in seiner Heimatstadt auf der Straße zu verkaufen.

  • „Ismails Übungen“, Installation, Pardis Galerie, Täbris Kunstuniversität, 2005
 Ghanbari zeichnet sich als Maler und Zeichner durch eine ungeheure Produktivität aus. Das hat die Qualität seiner Werke im Laufe der Zeit weiterentwickelt und verbessert.

    „Ismails Übungen“, Installation, Pardis Galerie, Täbris Kunstuniversität, 2005


    Ghanbari zeichnet sich als Maler und Zeichner durch eine ungeheure Produktivität aus. Das hat die Qualität seiner Werke im Laufe der Zeit weiterentwickelt und verbessert.

  • „Ismails Übungen“, Installation, Pardis Galerie, Täbris Kunstuniversität, 2005
 Quantität kann sich an einer bestimmten Stelle in Qualität verwandeln, so Karl Marx. Mit seiner Installation von Zeichnungen hat Ismail Ghanbari in der Pardis Galerie der Täbris-Kunstuniversität die Wände komplett tapeziert und den Galerieraum ausgefüllt. Das Ergebnis beeindruckt.

    „Ismails Übungen“, Installation, Pardis Galerie, Täbris Kunstuniversität, 2005


    Quantität kann sich an einer bestimmten Stelle in Qualität verwandeln, so Karl Marx. Mit seiner Installation von Zeichnungen hat Ismail Ghanbari in der Pardis Galerie der Täbris-Kunstuniversität die Wände komplett tapeziert und den Galerieraum ausgefüllt. Das Ergebnis beeindruckt.

  • „Ismails Übungen“, Installation, Pardis Galerie, Täbris Kunstuniversität, 2005 Ismail Ghanbari benutzt nicht die Kunst um sich dahinter zu verstecken, sondern um sich damit auszudrücken. Kunst als Ausdruck eigener Emotionen, Gedanken oder Anliegen erfordert von einem bildenden Künstler Charakterstärke und Mut.

    „Ismails Übungen“, Installation, Pardis Galerie, Täbris Kunstuniversität, 2005

    Ismail Ghanbari benutzt nicht die Kunst um sich dahinter zu verstecken, sondern um sich damit auszudrücken. Kunst als Ausdruck eigener Emotionen, Gedanken oder Anliegen erfordert von einem bildenden Künstler Charakterstärke und Mut.

  • „Ohne Titel“, Füller und Tinte auf Papier, Juli 2013 Ghanbari zählt zu den Künstlern, die ihre Arbeit auf Zeichnungen von geometrischen Flächen stützen. Die Farben sind hier den Formen untergeordnet, wodurch das Werk, mangels Perspektiven, sehr flächig wirkt.

    „Ohne Titel“, Füller und Tinte auf Papier, Juli 2013 Ghanbari zählt zu den Künstlern, die ihre Arbeit auf Zeichnungen von geometrischen Flächen stützen. Die Farben sind hier den Formen untergeordnet, wodurch das Werk, mangels Perspektiven, sehr flächig wirkt.

  • „Ohne Titel“, Füller und Tinte auf Papier, August 2013

    „Ohne Titel“, Füller und Tinte auf Papier, August 2013

  • „Ohne Titel“, Keramik, 2005

    „Ohne Titel“, Keramik, 2005

  • „Drehender Blick“, Kugelschreiber und Tinte auf Papier, 50x70cm, September 2015 Obwohl die Ästhetik von „Bad Painting“ die Reihe „Banknoten“ absichtlich dominiert, zeigen die anderen Bilder von Ismail Ghanbari, insbesondere die Zeichnungen, eine Faszination für künstlerische Technik.

    „Drehender Blick“, Kugelschreiber und Tinte auf Papier, 50x70cm, September 2015

    Obwohl die Ästhetik von „Bad Painting“ die Reihe „Banknoten“ absichtlich dominiert, zeigen die anderen Bilder von Ismail Ghanbari, insbesondere die Zeichnungen, eine Faszination für künstlerische Technik.

  • „Ohne Titel“, Kugelschreiber und Tinte auf Papier, 28×39cm, 2015 Seine Zeichnungen zeigen Figuren in ihrem sozialen Kontext und sind von einer narrativen Qualität geprägt.

    „Ohne Titel“, Kugelschreiber und Tinte auf Papier, 28×39cm, 2015

    Seine Zeichnungen zeigen Figuren in ihrem sozialen Kontext und sind von einer narrativen Qualität geprägt.

  • „Ohne Titel“, Kugelschreiber und Tinte auf Papier, 29×40cm, 2015

    „Ohne Titel“, Kugelschreiber und Tinte auf Papier, 29×40cm, 2015

  • „Ohne Titel“, Acryl auf Leinwand, 74×50cm, 2015

    „Ohne Titel“, Acryl auf Leinwand, 74×50cm, 2015

  • „Ohne Titel“, Acryl auf Leinwand, 100×100cm, 2015 Der Künstler kommt aus einem Dorf neben Neka, einer Stadt im Norden des Iran. Er lebt und arbeitet dort und stellt auch das ländliche Leben dar.

    „Ohne Titel“, Acryl auf Leinwand, 100×100cm, 2015 Der Künstler kommt aus einem Dorf neben Neka, einer Stadt im Norden des Iran. Er lebt und arbeitet dort und stellt auch das ländliche Leben dar.

  • „Ohne Titel“, Acryl auf Leinwand, 155×110cm, 2016 Die Arbeit Ismail Ghanbaris zeichnet sich durch einen persönlichen Stil unähnlich denen anderer Künstler seiner Generation aus. Ihre formale Qualität ist eher ein Ergebnis seines persönlichen Blicks auf die Welt als seiner Kunstausbildung.

    „Ohne Titel“, Acryl auf Leinwand, 155×110cm, 2016

    Die Arbeit Ismail Ghanbaris zeichnet sich durch einen persönlichen Stil unähnlich denen anderer Künstler seiner Generation aus. Ihre formale Qualität ist eher ein Ergebnis seines persönlichen Blicks auf die Welt als seiner Kunstausbildung.

  • „Ohne Titel“, Acryl auf Leinwand, 81×71cm, 2015 Für Ghanbari sind Zeichnen und Malen mehr als nur geistige Tätigkeiten. Sie sollen Teile seines Alltagslebens sein und auf natürliche Weise geschehen. Seine Arbeit spiegelt dadurch eine frische, unreglementierte Beziehung zur Natur und seiner Umgebung. Text: SARANG BAHRAMI (bahrami@iranjournal.org)

    „Ohne Titel“, Acryl auf Leinwand, 81×71cm, 2015

    Für Ghanbari sind Zeichnen und Malen mehr als nur geistige Tätigkeiten. Sie sollen Teile seines Alltagslebens sein und auf natürliche Weise geschehen. Seine Arbeit spiegelt dadurch eine frische, unreglementierte Beziehung zur Natur und seiner Umgebung.

    Text: SARANG BAHRAMI (bahrami@iranjournal.org)

Hier die letzte digitale Kunstausstellung des Iran Journal – Kunstwerke von Roksana Pirouzmand