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Zeitlose Bäume im Garten Eden –
Kunstwerke von Abolghassem Saidi

  • „Ohne Titel“,  Öl auf Leinwand, 146 x 97 cm Abolghassem Saidi, geboren 1926, ist eine der Hauptfiguren einer zweiten Generation von iranischen Künstlern, die der modernen iranischen Kunst eine ausgereifte Form gaben. Der Künstler arbeitet häufig immer wieder an seinen Bildern, so dass sich für viele kein konkretes Entstehungsjahr angeben lässt.

    „Ohne Titel“,  Öl auf Leinwand, 146 x 97 cm

    Abolghassem Saidi, geboren 1926, ist eine der Hauptfiguren einer zweiten Generation von iranischen Künstlern, die der modernen iranischen Kunst eine ausgereifte Form gaben. Der Künstler arbeitet häufig immer wieder an seinen Bildern, so dass sich für viele kein konkretes Entstehungsjahr angeben lässt.

  • Ohne Titel“, Öl auf Leinwand, 70 x 50 cm Saidi lebte über sechs Jahrzehnte im Ausland. Aber die frühen Jahre, die er im Iran verbrachte, waren entscheidend für die Gestaltung seiner ästhetischen Perspektive. Die iranische Kultur und Natur haben seine Kunstproduktion stark geprägt. Diese Periode war auch eine erfolgreiche Zeit für die moderne Kunst im Iran. Einige der besten modernen iranischen Künstler arbeiteten in derselben Zeitspanne.

    Ohne Titel“, Öl auf Leinwand, 70 x 50 cm

    Saidi lebte über sechs Jahrzehnte im Ausland. Aber die frühen Jahre, die er im Iran verbrachte, waren entscheidend für die Gestaltung seiner ästhetischen Perspektive. Die iranische Kultur und Natur haben seine Kunstproduktion stark geprägt. Diese Periode war auch eine erfolgreiche Zeit für die moderne Kunst im Iran. Einige der besten modernen iranischen Künstler arbeiteten in derselben Zeitspanne.

  • „Ohne Titel“, Öl auf Leinwand Saidis Arbeit ist von persischer Kunst inspiriert: Merkmale sind das Fehlen der Perspektive, das Gefühl von Geheimnis, die „Flachheit“ des Werks, und die iranische Sonne, die die Farben in den Vordergrund stellt.

    „Ohne Titel“, Öl auf Leinwand

    Saidis Arbeit ist von persischer Kunst inspiriert: Merkmale sind das Fehlen der Perspektive, das Gefühl von Geheimnis, die „Flachheit“ des Werks, und die iranische Sonne, die die Farben in den Vordergrund stellt.

  • „Ohne Titel“, Öl auf Leinwand, 158.5 x 150 cm, 1995 Die dargestellten Bäume stehen meistens hinter einer Mauer und erinnern dadurch an persische Gärten.

    „Ohne Titel“, Öl auf Leinwand, 158.5 x 150 cm, 1995

    Die dargestellten Bäume stehen meistens hinter einer Mauer und erinnern dadurch an persische Gärten.

  • „September“, (Diptychon) Öl auf Leinwand, 162 x 212 cm, 1989-1990 Obwohl Saidis Bilder rein dekorativ erscheinen können, sind sie tatsächlich sehr persönlich und ausdrucksfähig. Jedes stellt einen bestimmten Moment im Leben des Künstlers dar. Man könnte das als eine Art von Impressionismus betrachten, der sich mit der Darstellung einer inneren Welt beschäftigt.

    „September“, (Diptychon) Öl auf Leinwand, 162 x 212 cm, 1989-1990

    Obwohl Saidis Bilder rein dekorativ erscheinen können, sind sie tatsächlich sehr persönlich und ausdrucksfähig. Jedes stellt einen bestimmten Moment im Leben des Künstlers dar. Man könnte das als eine Art von Impressionismus betrachten, der sich mit der Darstellung einer inneren Welt beschäftigt.

  • „Die Morgendämmerung“,  Öl auf Leinwand, 146 x 97 cm Saidi benutzt in seinen Arbeiten Elemente, deren Ursprünge sich in der Vergangenheit verlieren. Dies verleiht den Werken eine mythologische Ausstrahlung.

    „Die Morgendämmerung“,  Öl auf Leinwand, 146 x 97 cm

    Saidi benutzt in seinen Arbeiten Elemente, deren Ursprünge sich in der Vergangenheit verlieren. Dies verleiht den Werken eine mythologische Ausstrahlung.

  • „Roxan“,  (Diptychon) Öl auf Leinwand, 187 x 134 cm Saidi war Gründungsmitglied des Künstlerkollektivs Group 5 (etabliert 1968). Es umfasste fünf Mitglieder, die heute alle zu den international bekanntesten iranischen Künstlern gehören: Hossein Zenderoudi, Parviz Tanavoli, Abolghassem Saidi, Sohrab Sepehri und Bahman Mohassess. Diese Künstler hatten sehr unterschiedliche Ansätze und persönliche Stile. Daher haben sie unterschiedliche Antworten auf die gleichen Probleme gefunden. Eines der Hauptprobleme besteht darin, wie man lokale Kunst mit globaler verbinden kann.

    „Roxan“,  (Diptychon) Öl auf Leinwand, 187 x 134 cm

    Saidi war Gründungsmitglied des Künstlerkollektivs Group 5 (etabliert 1968). Es umfasste fünf Mitglieder, die heute alle zu den international bekanntesten iranischen Künstlern gehören: Hossein Zenderoudi, Parviz Tanavoli, Abolghassem Saidi, Sohrab Sepehri und Bahman Mohassess. Diese Künstler hatten sehr unterschiedliche Ansätze und persönliche Stile. Daher haben sie unterschiedliche Antworten auf die gleichen Probleme gefunden. Eines der Hauptprobleme besteht darin, wie man lokale Kunst mit globaler verbinden kann.

  • „Die blaue Stunde“, Gouache auf Leinwand, 81 x 100 cm Während Sepehri sich für die Kunst des Fernen Ostens interessierte, entdeckte Mohassess die griechische Mythologie und die Kunst der Renaissance als Inspirationsquellen für seine Kunst. Zenderoudi und Tanavoli richteten ihre Aufmerksamkeit auf einheimische Künste. Saidis Werke hingegen spiegeln keine einheimischen Motive, erreichen aber Lokalkolorit durch sehr unterschiedliche Maßnahmen. Sie verweisen auf keine spezifischen Zeiten oder Orte.

    „Die blaue Stunde“, Gouache auf Leinwand, 81 x 100 cm

    Während Sepehri sich für die Kunst des Fernen Ostens interessierte, entdeckte Mohassess die griechische Mythologie und die Kunst der Renaissance als Inspirationsquellen für seine Kunst. Zenderoudi und Tanavoli richteten ihre Aufmerksamkeit auf einheimische Künste. Saidis Werke hingegen spiegeln keine einheimischen Motive, erreichen aber Lokalkolorit durch sehr unterschiedliche Maßnahmen. Sie verweisen auf keine spezifischen Zeiten oder Orte.

  • „Ohne Titel“, (Diptychon), Öl auf Leinwand, 146.5 x 178.6 cm Abolghassem Saidi arbeitet parallel zur Saqqakhaneh-Kunstschule. Diese Schule wurde von Zenderoudi und Tanavoli gegründet und legte großen Wert auf die Frage der kulturellen Identität.

    „Ohne Titel“, (Diptychon), Öl auf Leinwand, 146.5 x 178.6 cm

    Abolghassem Saidi arbeitet parallel zur Saqqakhaneh-Kunstschule. Diese Schule wurde von Zenderoudi und Tanavoli gegründet und legte großen Wert auf die Frage der kulturellen Identität.

  • „Ohne Titel“, Öl auf Leinwand, 80 x 65 cm Die Künstler der Saqqakhaneh-Schule verwendeten Motive der einheimischen „Low Art“ in ihrer Arbeit. Saidis Arbeit aber kommt dagegen der Ästhetik der iranischen "High Art" näher. Wie Sepehri bevorzugt Saidi eine raffinierte, aber ehrliche Verrichtung.

    „Ohne Titel“, Öl auf Leinwand, 80 x 65 cm

    Die Künstler der Saqqakhaneh-Schule verwendeten Motive der einheimischen „Low Art“ in ihrer Arbeit. Saidis Arbeit aber kommt dagegen der Ästhetik der iranischen "High Art" näher. Wie Sepehri bevorzugt Saidi eine raffinierte, aber ehrliche Verrichtung.

  • „Ohne Titel“, Öl auf Leinwand
 Der iranische Kunstkritiker Aidin Aghdashloo hat Saidi „den iranischsten aller modernen iranischen Künstler“ genannt. Dies ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass Saidi seine Laufbahn im Ausland verbracht hat und sein Thema, die Landschaftsmalerei, nie ein Teil der persischen Kunst war.

    „Ohne Titel“, Öl auf Leinwand


    Der iranische Kunstkritiker Aidin Aghdashloo hat Saidi „den iranischsten aller modernen iranischen Künstler“ genannt. Dies ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass Saidi seine Laufbahn im Ausland verbracht hat und sein Thema, die Landschaftsmalerei, nie ein Teil der persischen Kunst war.

  • „Ohne Titel“, Öl auf Leinwand, 90 x 56 cm 
 Saidi ist als Maler von Obst- und Baumgestalten bekannt. Seine Landschaftsbilder sind jedoch keine Fenster zur Außenwelt wie etwa die Renaissancemalerei. Sie blicken auf die Innenwelt.

    „Ohne Titel“, Öl auf Leinwand, 90 x 56 cm

    
 Saidi ist als Maler von Obst- und Baumgestalten bekannt. Seine Landschaftsbilder sind jedoch keine Fenster zur Außenwelt wie etwa die Renaissancemalerei. Sie blicken auf die Innenwelt.

  • „Ohne Titel“, Öl auf Leinwand, 146 x 90 cm Zwei andere moderne iranische Künstler befassen sich ausschließlich mit dem Thema Bäume: Davood Emdadian und Sohrab Sepehri. Interessanterweise haben es alle drei auf ihre eigene Weise geschafft, sich dieses fast ausgeschöpften Themas der Malerei mit einem einzigartigen Stil anzunehmen.

    „Ohne Titel“, Öl auf Leinwand, 146 x 90 cm

    Zwei andere moderne iranische Künstler befassen sich ausschließlich mit dem Thema Bäume: Davood Emdadian und Sohrab Sepehri. Interessanterweise haben es alle drei auf ihre eigene Weise geschafft, sich dieses fast ausgeschöpften Themas der Malerei mit einem einzigartigen Stil anzunehmen.

  • „Ohne Titel“, Öl auf Leinwand, 92 x 172 cm Saidi sieht seine Arbeiten als visuelle Musikstücke. Jeder Bestandteil seiner Arbeit dient als eine Musiknote, die der Künstler mit dem Rest des Bildes in Einklang bringen will. Saidi ist selbst ein passionierter Musiker.

    „Ohne Titel“, Öl auf Leinwand, 92 x 172 cm

    Saidi sieht seine Arbeiten als visuelle Musikstücke. Jeder Bestandteil seiner Arbeit dient als eine Musiknote, die der Künstler mit dem Rest des Bildes in Einklang bringen will. Saidi ist selbst ein passionierter Musiker.

  • „Ohne Titel“, Öl auf Leinwand Saidis Bäume haben etwas Körperliches: Sie erscheinen als Figuren, manchmal mit abgehackten Gliedern. Egal wie mystisch-jenseitig sie erscheinen, man erkennt, dass sie vor dem Betreten dieses zeitlosen Himmels gelitten haben. Text: SARANG BAHRAMI (bahrami@iranjournal.org)

    „Ohne Titel“, Öl auf Leinwand

    Saidis Bäume haben etwas Körperliches: Sie erscheinen als Figuren, manchmal mit abgehackten Gliedern. Egal wie mystisch-jenseitig sie erscheinen, man erkennt, dass sie vor dem Betreten dieses zeitlosen Himmels gelitten haben.

    Text: SARANG BAHRAMI (bahrami@iranjournal.org)

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