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Zahl der Crystal-Konsumenten gestiegen

Innerhalb der vergangenen fünf Jahren stieg die Zahl der Crystal-Meth-Konsumenten im Iran von drei auf 26 Prozent aller Abhängigen synthetischer Drogen. Das teilte der Leiter des iranischen Komitees zur Bekämpfung von Drogen, Alireza Jazini, Nachrichtenagenturen zufolge am Mittwoch mit. Ein wichtiger Grund dafür sei, dass Crystal Meth billig sei. Die Grundzutaten würden aus dem Ausland eingeführt und dann in „Untergrund-Werkstätten“ zu dem synthetischen Stoff verarbeitet, so Jazini. Insgesamt seien 200 solcher Werkstätten aufgedeckt worden. Die synthetische Droge Crystal Meth schädigt die Nerven und führt zu gesundheitlichen Problemen wie Halluzination, Ruhelosigkeit und Depression.

Außerdem gab Jazini bekannt, dass das Durchschnittsalter der DrogenkonsumentInnen auf 15 Jahre gesunken sei. Somit sei ein Prozent der iranischen SchülerInnen drogenabhängig. Insgesamt soll es etwa 1,3 Millionen Drogenabhängige im Iran geben, dazu kommen etwa 700.000 Menschen, die Rauschgift gelegentlich zu sich nehmen. Experten gehen allerdings von wesentlich mehr Betroffenen aus.

Im Iran werden jährlich durchschnittlich 500 Tonnen Rauschgift konsumiert. Zudem werden rund 85 Prozent des weltweiten Opiumhandels sowie 35 Prozent des Heroinschmuggels dort aufgedeckt. Zwischen März 2012 und März 2013 starben im Iran 2.975 Menschen, darunter 230 Frauen, an Drogenüberdosen.

(fh)