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Weihnachtsbesuch im Gefängnis

Die Verantwortlichen im Iran haben der  Mutter und Ehefrau des im Iran inhaftierten „Washington Post“-Reporter Jason Rezaian erlaubt am 26.12 ihn im Gefängnis zu besuchen. Das teilten persischsprachige Nachrichtenportale unter Berufung auf eine E-Mail der Mutter, Marie Rezaian an Washington Post. Demnach wurden ihnen nach einem Jahr zum ersten Mal, anlässlich des Weihnachtsfest einen Besuch erstattet. Sie durfte einige Stunden mit ihrem Sohn im „Evin“ Gefängnis verbringen und hatte hausgemachte Gerichte für ihn mitgenommen, so Marie Rezaian.

Rezaian und seine Frau Yeganeh Salehi waren im Juli 2014 in ihrem Haus in Teheran festgenommen worden. Beide besitzen sowohl die US-amerikanische wie auch die iranische Staatsbürgerschaft. Der 40-Jährige lebt seit 2012 im Iran und schreibt für die „Washington Post“. Salehi arbeitet als Korrespondentin für die in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässige Zeitung „The Nation“. Sie wurde im Oktober 2014 gegen Kaution freigelassen.

Die letzte Verhandlung gegen Rezaian fand im August in Teheran unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Der iranische Justizsprecher Gholam Hossein Mohseni Ejei hatte im November angekündigt, zwar wurde das Urteil gegen Rezaian gefallen, aber die offizielle Ankündigung werde später angekündigt. Für die Anschuldigungen gegen ihren Mandanten gebe es keine „gesicherten Beweise“, so Rezaians Anwältin Leila Ehsan.

(fh)