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Solidarität mit inhaftierten Baha’i

Erstmals hat eine Gruppe prominenter iranischer MenschenrechtsaktivistInnen Familienangehörige inhaftierter Mitglieder der Glaubensgemeinschaft der Baha’i besucht.

Das berichtet das Nachrichtenportal „Saham News“. An den Solidaritätsbesuchen nahmen unter anderem die Rechtsanwältin Nasrin Sotudeh, die Frauenrechtsaktivistin Narges Mohammadi und die JournalistInnen Jila Baniyaghoub, Isa Saharkhiz und Mohammad Nourizad teil. Sie suchten in Teheran die Angehörigen von sieben Gemeindevorsitzenden der Baha’i auf, die vor genau sechs Jahren, im Mai 2008, verhaftet und später unter dem Vorwurf der „Aktivitäten gegen die nationale Sicherheit“ zu 20 Jahren Haft verurteilt wurden.Die Situation der iranischen Baha’i hat sich in den vergangenen Jahren verschlechtert. Dutzende Angehörige der Glaubensgemeinschaft befänden sich wegen ihres Glaubens im Gefängnis, so die internationale Baha’i-Gemeinde im März dieses Jahres. Seit 2005 sind im Iran 50 Baha’i körperlich angegriffen, neun bei Übergriffen getötet worden. Über 300.000 Mitglieder der Religionsgemeinschaft leben im Iran. Sie bilden die größte religiöse Minderheit des Landes und werden von der Regierung wegen ihres Glaubens verfolgt.

fh