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Smog-Alarmstufe Rot in Teheran

Das iranische Gesundheitsministerium rät EinwohnerInnen von Teheran, die an Atemwegserkrankungen leiden, zuhause zu bleiben. Grund sind die hohen Schadstoffwerte in der Teheraner Luft. Außerdem empfiehlt das Ministerium, Atemschutzmasken zu tragen, die mit einem Partikelfilter ausgestattet sind.

Am Dienstag und Mittwoch herrschte in Teheran die Smog-Alarmstufe Rot. Schulen blieben geschlossen, Sportveranstaltungen im Freien wurden abgesagt.

In der iranischen Hauptstadt gelangen täglich mehr als 1.000 Tonnen Schadstoffe überwiegend durch Autoabgase in die Luft. In den vergangenen elf Monaten verzeichnete Teheran lediglich zwölf Tage mit sauberer Luft. Jeden Monat sterben durchschnittlich 277 Menschen an den Folgen der drastischen Luftverschmutzung. Eine Untersuchung des iranischen Asthma-Allergie-Verbands ergab, dass die Zahl der Asthmakranken in Teheran sich innerhalb eines Jahres um 35 Prozent erhöht hat.

Neben dem Smog in Teheran und anderen iranischen Großstädten hat in den vergangenen Jahren die Belastung durch Sandstürme und Feinstaub in den südlichen und östlichen Provinzen des Iran zugenommen. Umweltexperten halten das Abholzen der Wälder, die Ausbeutung der Flüsse Karun und Karkhe und verschmutzte Lagunen für die Hauptursachen.

(fh)