transparent
Iran Journal Logo
Ein Projekt von Transparency for Iran Logo

Russland will Flugabwehrsysteme liefern

Russlands Entscheidung, das Exportverbot von Flugabwehrsystemen an den Iran aufzuheben, zeuge vom „politischen Willen“ Teherans und Moskaus, die Zusammenarbeit zu erweitern. Das sagte der Verteidigungsminister des Iran, Brigadegeneral Hossein Dehghan, laut der Nachrichtenagentur IRNA am Montag. Die Zunahme terroristischer Gruppierungen sowie die wachsenden Bedrohungen, die sich gegen den Iran richteten, verstärkten die Kooperation Zusammenarbeit zwischen Iran und Russland, so Dehghan weiter.

Gestern ließ der russische Präsident Wladimir Putin den 2010 verhängten Lieferstopp von Flugabwehrsystemen vom Typ S-300 an den Iran aufheben. Die Verordnung soll unverzüglich in Kraft treten. Als Grund nannte Russland die Fortschritte in den Atomverhandlungen mit dem Iran. Russlands Außenminister Sergej Lawrow sagte, die S-300 stelle keine Bedrohung für die Region und Israel dar. Es handele sich um ein „reines Abwehrsystem“, wie es der Iran gerade jetzt wegen der Unruhen im Jemen brauche.

2007 hatte der Iran mit Russland die Lieferung von fünf russischen Flugabwehrraketensystemen S-300 im Wert von 800 Millionen US-Dollar vereinbart. Die USA und Israel hatten Russland dafür scharf kritisiert. Schließlich lieferte Moskau unter Berufung auf die UN-Sanktionen gegen den Iran die Raketen nicht. Die Regierung in Teheran klagte wegen Vertragsbruchs vor dem Internationalen Schiedsgericht in Genf und verlangte 4 Milliarden US-Dollar Entschädigung.

(fh)