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Russland startet Luftangriffe vom Iran aus

Die russische Luftwaffe ist am Dienstag vom Iran aus Luftangriffe auf Ziele in Syrien geflogen. Das berichten Nachrichtenagenturen. Dabei wurden Flugzeuge vom Typ Tu-22M3 und Sukhoi-34 eingesetzt, die vom Stützpunkt Hamedan Kämpfer der islamistischen Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in den syrischen Provinzen Aleppo, Deir Ez-Zor und Idlib angegriffen haben.

Das ist das erste Mal, dass Russland seit dem Beginn seiner Luftangriffe in Syrien im vergangenen September Kampfflugzeuge in ein anderes Land verlegt. Durch die Nutzung der Basis Hamedan im Westen des Iran erweitert das russische Militär seine Einsatzfähigkeit im syrischen Bürgerkrieg. Medien zufolge verkürzt sich die Flugzeit nach Zentralsyrien um rund 60 Prozent im Vergleich zu einem Einsatz von Russland aus. Die Entfernung von Hamedan nach Mittelsyrien beträgt rund 900 Kilometer.

Der Chef des Nationalen Sicherheitsrates des Iran, Ali Schamkhani, betonte am Dienstag, es gebe eine strategische Zusammenarbeit mit Russland beim Kampf gegen den Terrorismus in Syrien. „Wir teilen dabei unser Potenzial und unsere Einrichtungen.“

Russland und der Iran stehen im Krieg in Syrien an der Seite von Machthaber Bashar al-Assad. Sie unterstützen ihn militärisch, finanziell und politisch. Iran hat dazu Militärberater und Bodentruppen nach Syrien entsandt.

(fh)