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Rouhani: „Drohungen sind inakzeptabel“

Der iranische Präsident Hassan Rouhani hat in seiner Rede vor der 72. Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York am Mittwoch auf die Angriffe von US-Präsident Donald Trump auf den Iran reagiert. Er akzeptiere keine Drohungen, sagte Rouhani: „Wir sind für Verhandlungen auf Augenhöhe.“ Er verteidigte das Atomabkommen zwischen dem Iran und den UN-Vetomächten plus Deutschland, dies sei „ein internationales Dokument“. Der Iran werde das Abkommen nicht verletzen, „aber auf jede Verletzung durch die Vertragspartner werden wir entschlossen reagieren“, so der iranische Präsident.

US-Präsident Trump hatte am Dienstag gedroht, aus dem 2015 geschlossenen Abkommen auszusteigen. Dieses sei „peinlich und einseitig“. Zudem nannte Trump bei seiner ersten Rede vor der UN-Generalversammlung den Iran einen „Schurkenstaat“, dessen Hauptexporte Gewalt, Blutvergießen und Chaos seien. Trumps Rede sorgte für Empörung. Irans Außenminister Mohammad Javad Zarif twitterte, die Äußerungen gehörten „ins Mittelalter, nicht in die heutige Zeit“.

Die Spannungen zwischen Teheran und Washington spitzten sich in den vergangenen Monaten zu. Seit Trumps Amtsantritt verhängten die USA neue Sanktionen gegen den Iran und sein Raketenprogramm. Die iranische Regierung wirft den USA vor, damit gegen das Atomabkommen zu verstoßen und europäische Banken und Konzerne von Geschäften mit dem Iran abzuschrecken.

(fh)