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Rouhani: „Der Westen ist auf unsere Forderung eingegangen“

Irans Präsident Hassan Rouhani hat den Atomdeal als einen großen Erfolg für die Islamische Republik bezeichnet. Mit der Einigung in der Atomfrage habe „eine neue Phase der hoffnungsvollen internationalen Zusammenarbeit“ begonnen.

Das sagte Rouhani am Dienstag, einige Stunden nach der Bekanntgabe der Einigung zwischen dem Iran und der sogenannten Gruppe 5+1 im iranischen Fernsehen. „Heute haben die ungerechten Vorwürfe gegen den Iran ein Ende genommen, heute beginnt eine hoffnungsvolle internationale Zusammenarbeit“, so der Präsident. In den vergangenen zwölf Jahren hatten die USA und ihre Verbündeten der Islamischen Republik vorgeworfen, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung von Atomenergie am Bau von Nuklearwaffen zu arbeiten. Irans Regierung hatte diesen Vorwurf stets zurückgewiesen.

Rouhani nannte den Atomdeal einen großen Erfolg für seine Regierung, denn der Westen sei auf die Forderungen des Iran eingegangen. Damit sei das iranische Atomprogramm keine Sache des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen mehr. Der Iran dürfe 6.000 Zentrifugen für Uran-Anreicherung besitzen, die internationalen Sanktionen würden aufgehoben.

Die Islamische Republik werde ihren Verpflichtungen nachkommen. Im Gegenzug erwarte sie, dass der Westen sich an die Vereinbarungen halten und sobald wie möglich die Sanktionen gegen den Iran aufheben werde, forderte der Geistliche.

Rouhani nannte Israels Regierung die einzige Verliererin der Verhandlungen, denn sie habe alles Mögliche getan, um eine Einigung in der Atomfrage zu verhindern. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bezeichnete die Einigung mit der Islamischen Republik als „historischen Fehler“. Israel sei entschlossen, das iranische Atomwaffenprogramm zu verhindern und dabei bleibe es, versicherte Netanjahu in einem Twitter-Feed. (fp)

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