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Ölminister beklagt fehlende Investition

Die Investitionen in die iranische Ölindustrie sind in den vergangenen vier Jahren von 40 auf sechs Milliarden Dollar gesunken. Das sagte der iranische Ölminister Bijan Namdar Zanganeh, wie Nachrichtenagenturen am Dienstag berichteten. Der Ölindustrie drohe eine „ernsthafte Krise“, falls nicht bald eine Lösung für die Finanzierungsprobleme gefunden würde, so Zanganeh.  Hauptursache für die zurückgehenden Investitionen seien die anhaltend niedrigen Ölpreise auf dem Weltmarkt.

Während der Preis für ein Barrel Erdöl vor zwei Jahren noch bei um 100 US-Dollar lag, fiel er seit Jahresbeginn auf etwa 40 Dollar. Der Iran müsste in den kommenden fünf Jahren etwa 185 Milliarden Dollar in seine Ölindustrie investieren, so Zanganeh. Dafür wirbt das Land nach dem Atomabkommen auch um ausländische Investoren.

Laut einem Beschluss des iranischen Parlaments soll das Ölministerium 14,5 Prozent seiner Einnahmen in die Ölindustrie investieren. 2012 wurden so etwa 21 Milliarden Dollar, 2013 rund 17 Milliarden Dollar angelegt. Nun führen die niedrigen Erdölpreise jedoch zu sinkenden Einnahmen. Zudem gingen die Erdölexporte des Iran aufgrund der internationalen Sanktionen gegen das Land 2012 von 2,2 Millionen Barrel pro Tag auf 1,3 Million zurück.

(fh)