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Mediale Attacke gegen Iran Journal

Iranische Nachrichtenwebseiten werfen Iran Journal vor, für verkappte Kriegspläne der USA und Israels gegen den Iran zu werben. Dafür wurde ein Artikel zum Anlass genommen, der einen militärischen Angriff deutlich ablehnt.

In dem Anfang März veröffentlichten Gastbeitrag von Dawud Gholamasad wird für eine gewaltlose humanitäre Einmischung aus dem Ausland plädiert, um einen Krieg gegen den Iran zu verhindern. Der Soziologieprofessor empfiehlt in seinem Text, von der Islamischen Republik die Respektierung der Menschenrechte und die Treue zur eigenen Verfassung zu verlangen – ohne Wenn und Aber.

Die halbstaatliche Nachrichtenagentur ILNA interpretiert diese Forderung als Maßnahme, die zu einer militärischen Invasion durch die USA führen würde. Iran Journal spiele damit „gewollt oder ungewollt den Kriegstreibern in den USA und Israel“ in die Hände, heißt es in einer am 13. März veröffentlichten Notiz der Agentur.

Dabei lehnt Iran Journal jeden militärischen Angriff zu welchem Zweck auch immer vehement ab, wovon die bisherige Berichterstattung zeugt.

Auch andere iranische Nachrichtenseiten wie Shafaghna und Ghatreh verbreiteten den ILNA-Bericht.

Das iranische Regime hat in den vergangenen 40 Jahren häufig versucht, unabhängige Medien im Ausland, die über den Iran berichten, zu diskreditieren oder einzuschüchtern. Teils wurden sogar im Iran lebende Angehörige von Mitarbeiter*innen solcher Medien unter Druck gesetzt. Ob es sich bei der Unterstellung der ILNA um den Beginn einer Kampagne gegen Iran Journal handelt, werden die kommenden Wochen zeigen. (fp)

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