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Millionen IranerInnen ohne Anschluss an Wasserversorgung

Knapp 55 Prozent der IranerInnen haben keinen Anschluss an die öffentliche Wasserver- und Abwasserentsorgung. Das teilte das iranische Energieministerium am Mittwoch mit. Während 44,5 Prozent der Stadtbevölkerung über entsprechende Anschlüsse verfüge, seien es auf dem Land demnach nur ein Prozent. Hauptgrund sei das fehlende staatliche Budget für die Erschließung.

Viele Landbewohner bauen sich eigene Gruben, um ihr Abwasser zu entsorgen. Größte Umweltgefahr dabei ist, dass das ungereinigte Wasser in Flüsse gelangt. Das ist auch gesundheitlich bedenklich, da allein in Teheran etwa 50 Prozent der Wasserversorgung durch Grundwasser und natürliche Quellen gedeckt wird.

Zu fehlender Abwasserbeseitigung im Iran kommen mangelnde Kläranlagen. In Teheran kann offiziellen Angaben zufolge nur etwa ein Viertel des Abwassers in Kläranlagen gereinigt werden. Laut einer internationalen Rangliste gehört die iranische Hauptstadt zu den zehn Städten mit den schlechtesten Kläranlagen weltweit.

(fh)