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Mehrere Baha’i verhaftet

Am Sonntag sollen mindestens 15 Angehörige der religiösen Glaubensgemeinschaft der Baha’i in den iranischen Städten Teheran, Isfahan und Mashhad festgenommen worden sein, berichtet BBC-Persian Online. Die gegen die Verhafteten erhobenen Vorwürfe seien bislang nicht bekannt. Zudem seien in den Städten Ghaemshahr, Rafsanjan und Kerman mehrere von Baha’i betriebene Geschäfte geschlossen worden, erklärte die Sprecherin der Baha’i International Community, Padideh Sabeti. Mit den Schließungen sollten die Geschäftsinhaber dafür bestraft werden, dass in der Vergangenheit Baha’i gehörende Geschäfte an religiösen Feiertage der Glaubensgemeinschaft geschlossen hatten, so Sabeti.

Im Iran leben über 300.000 Baha’i. Sie bilden die größte religiöse Minderheit des Landes und werden vom Staat wegen ihres Glaubens verfolgt. Ihre Situation hat sich in den vergangenen Jahren extrem verschlechtert, sie werden vom Studium und staatlichen Berufen ausgeschlossen. Sieben Gemeindevorsitzende wurden unter dem Vorwurf, Aktivitäten gegen die nationale Sicherheit des Iran unternommen zu haben, zu 20 Jahren Haft verurteilt. Zudem befänden sich derzeit 90 weitere Angehörige der Glaubensgemeinschaft wegen ihrer Religionszugehörigkeit im Gefängnis, berichtete die internationale Baha’i-Gemeinde im März dieses Jahres. Seit 2005 sind im Iran 50 Baha’i körperlich angegriffen worden, neun wurden bei Übergriffen getötet.

(fh)