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Italiens Regierungschef trifft Ayatollah Khamenei

Der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi hat sich am Dienstag in Teheran mit dem religiösen Führer des Iran, Ayatollah Seyyed Ali Khamenei, getroffen, berichtet die Nachrichtenagentur MEHR. Dabei kritisierte Khamenei, die USA würden sich nicht an das Atomabkommen halten. Im Iran gebe es den Eindruck, die Amerikaner hätten den Europäern vom Handel mit dem Iran abgeraten, so der Ayatollah. Daher seien trotz der Aufhebung der Sanktionen keine Veränderungen zu spüren, obwohl europäische Wirtschaftsdelegationen im Iran ein und ausgingen, zitiert MEHR das iranische Staatsoberhaupt.

Am Dienstag war Renzi mit einer 250-köpfigen Delegation unter anderem aus Vertretern der Energie-, Rüstungs- und Transportbranche nach Teheran gereist und dabei auch mit Präsident Hassan Rouhani zusammengetroffen. Dabei hätten die Regierungschefs beider Länder sieben Handelsvereinbarungen in Höhe von mehreren Milliarden Euro unterzeichnet, berichtete das staatliche Fernsehen.

Rouhani war bereits bei seinem ersten Besuch in Europa im Januar auch nach Italien gereist. Damals waren 30 Handelsabkommen im Gesamtwert von 17 Milliarden Euro unterzeichnet worden, die jetzt umgesetzt werden sollen.

(fh)