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400 iranische Dörfer durch Sandstürme begraben

Massive Sandstürme haben etwa 400 Dörfer in der iranischen Provinz Sistan Belutschistan unter sich begraben. Das teilte die Hilfsorganisation Roter Halbmond Nachrichtenagenturen zufolge am Montag mit. Demnach wurden seit dem Beginn der Sandstürme vor drei Tagen rund 3.500 Menschen in Krankenhäuser gebracht. Zudem sind viele Straßen zu den Ortschaften nicht mehr passierbar, viele Behörden dort bleiben geschlossen. Vielerorts musste die Energieversorgung über mobile Generatoren hergestellt werden. Ein Krisenstab soll sich nun um die Situation der Betroffenen kümmern.

In dieser südöstlichen Region des Iran gibt es ab Mitte Juli häufig 120 Tage lang Sandstürme. In diesem Jahr sollen sie aber 20 Mal stärker als sonst gemessen worden sein.

Experten zufolge ist die Austrocknung des Hamun-Sees in der Provinz die Hauptursache für die Stürme. Der See liegt an der iranisch-afghanischen Grenze. Die Leiterin der staatlichen Umweltschutzorganisation des Iran, Masoumeh Ebtekar, hatte bereits im Mai erklärt, dass der Iran gemeinsam mit Afghanistan eine Arbeitsgruppe gebildet habe, um den See zu retten.

(fh)