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Revolutionsgarde droht mit Vergeltung

Die iranische Revolutionsgarde hat am Mittwoch in einer offiziellen Erklärung mit Vergeltung als Antwort auf jeden Angriff auf Unschuldige gedroht. Zudem behauptete die Garde, die Hintermänner der Anschläge in Teheran säßen in den USA und in der Region. Dass die terroristischen Angriffe in der iranischen Hauptstadt eine Woche nach dem Treffen von US-Präsident Donald Trump mit den Machthabern der Region in Riad, vor allem Saudi-Arabien, verübt wurde, sei „sehr bedeutungsvoll“, heißt es in der Erklärung.

Am Mittwoch hatte die Extremistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) bei Anschlägen auf das Parlament im Zentrum von Teheran und das Mausoleum von Ayatollah Khomeini südlich der Stadt mindestens zwölf Menschen getötet und 40 weitere verletzt. Der Angriff im Parlament endete erst nach einem fünfstündigen Schusswechsel zwischen der Polizei und den Angreifern. Am Nachmittag teilte die Polizei mit, alle Attentäter seien getötet worden.  Der Iran geht im Irak und Syrien offensiv gegen den IS vor. Es war das erste Mal, dass die sunnitischen Extremisten einen Angriff im mehrheitlich schiitischen Iran für sich reklamierten.

Der religiöse Führer des Iran, Ayatollah Seyyed Ali Khamenei, sagte, die Angriffe würden an „Haltung und Willen des Volkes“ nichts ändern. Der iranische Präsident Hassan Rouhani rief in einer offiziellen Erklärung die Weltgemeinschaft auf, im Kampf gegen den Terrorismus solidarischer und stärker zu kooperieren.

Russland, Frankreich, Syrien, der Irak, Afghanistan, Deutschland und die Türkei verurteilten den Anschlag. Auch US-Präsident Donuld Trump verurteilte die Terrorattacken, mahnte aber zugleich, „dass Staaten, die Terrorismus unterstützen, Gefahr laufen, dem Bösen zum Opfer zu fallen, das sie fördern.“

(fh)