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Eid-Fitr-Gebete für Sunniten verboten

Anhängern des sunnitischen Glaubens wurde in mehreren iranischen Moscheen ihre Gebetszeremonie zum „Eid Fitr“, dem Fest zum Ende des Fastenmonats Ramadan, verboten. Das meldete das Nachrichtenportal Sunni Online am Mittwoch.

Demnach hatten die Sunnitische Gemeinde keine Genehmigung für ihre Fitr-Gebete in den Moscheen Teheran Pars und Pounak in der Hauptstadt sowie in der Salehieyeh-Moschee in der Stadt Islamshahr im Süden des Landes. Noch am Dienstag hatte der sunnitische Freitagsgebet-Imam der südiranischen Stadt Zahedan, Moulana Abdolhamid, auf die besondere Bedeutung der sunnitischen Gebetszeremonie zum Fitr hingewiesen.

Wie die Nachrichtenagentur ILNA berichtet, kritisierten am Dienstag 18 Abgeordneten des iranischen Parlaments in einer Erklärung an den Innenminister die Verbote.

Laut dem Jahresbericht 2015 der Menschenrechtsorganisation „Human Rights Watch“ (HRW) erlauben die Behörden keine neuen sunnitischen Moscheebauten in der Hauptstadt Teheran. Somit müssen Anhänger des sunnitischen Glauben dort in geheime Gebetsräume ausweichen, wenn sie nicht in schiitischen Moscheen beten wollen.

Nach dem Wortlaut der iranischen Verfassung von 1979 ist der Islam der schiitisch-dschafaritischen Rechtsschule Staatsreligion des Landes. Die sunnitische Minderheit im Iran ist in der Politik kaum vertreten und wird auch im religiösen Bereich diskriminiert. Dabei leben mehr als 10 Millionen sunnitische Muslime im Iran.

(fh)