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Staatstrauer am Montag

Wegen des Terroranschlags in Ahwaz hat die iranische Regierung den Montag zum staatlichen Trauertag erklärt. Bei der Attacke auf eine Militärparade kamen am Samstag 25 Menschen ums Leben, mindestens 70 wurden verletzt. Ein Sonderkomitee des Nationalen Sicherheitsrats soll die Hintergründe mit untersuchen.

Am Sonntag bestellte das iranische Außenministerium diplomatische Vertreter der Vereinigten Arabischen Emirate ein. Hintergrund waren Äußerungen einiger emiratischer Prominenter, die von iranischer Seite als Zustimmung zu dem Anschlag interpretiert wurden. Am Samstag hatte etwa Abdulkhaleq Abdullah, Politikwissenschaftler und ehemaliger Berater des Scheichs von Abu Dhabi, auf Twitter geschrieben: „Ein bewaffneter Angriff auf eine Militärbasis zählt nicht als Terroranschlag.“

Der Iran wirft neben der US-Regierung auch den Golfstaaten vor, die vermutlich hinter dem Anschlag stehende Extremistengruppe “Ahwaz Nationaler Widerstand” sowohl politisch als auch finanziell und mit Waffen unterstützt zu haben. Am Sonntag sagte Irans Präsident Hassan Rouhani vor seinem Abflug zur UN-Versammlung in New York, die „kleinen Marionetten-Staaten in der Region“ würden von den USA unterstützt.

Bereits am Samstagabend hatte das Außenministerium diplomatische Vertreter aus Dänemark, den Niederlanden und Großbritannien einberufen. Die iranische Führung wirf ihnen vor, Mitgliedern der Terrorgruppe, die für den Anschlag in Ahwaz verantwortlich sei, Zuflucht gewährt zu haben.

Zum dem Anschlag hatten sich zwei Gruppen bekannt gegeben, zum einen die Separatistenbewegung “Ahwaz Nationaler Widerstand” und zum anderem die Extremistenmmiliz „Islamischer Staat“ (IS). In der südwestiranischen Provinz Khuzestan kommt es immer wieder zu Protesten der sunnitischen Minderheit im mehrheitlich schiitisch geprägten Iran.

(fh)