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Anschläge auf Aramco-ÖlanlagenUNO-Experten können iranische Beteiligung nicht beweisen

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, hat dem UN-Sicherheitsrat einen Bericht über die Anschläge auf die Ölanlage der staatlichen saudischen Ölfirma Aramco am 14. September 2019 vorgelegt. Mehreren Nachrichtenportalen zufolge sagte Guterres, die Experten könnten nicht bestätigen, dass die Raketen und Drohnen, die bei dem Angriff zum Einsatz kamen, iranischen Ursprung seien. Die Experten waren auf Einladung Saudi-Arabiens im September und November nach Riad gereist.

Die Huthi-Rebellen im Jemen hatten offiziell die Verantwortung für die Angriffe übernommen. Dennoch haben die USA und Saudi-Arabien und daraufhin auch Deutschland, Frankreich und Großbritannien den Iran für die Angriffe verantwortlich gemacht.

Seit dem Ausbruch des Jemen-Krieges haben die Huthis mehr als einhundert Ziele in Saudi-Arabien beschossen. Nach dem Angriff im September kündigten sie in ihrem Fernsehsender Al-Masirah weitere Angriffe gegen das Königreich an.

Der Krieg einer von Saudi-Arabien angeführten internationalen Koalition gegen die Huthis im Jemen hat etwa 90.000 Menschen das Leben gekostet – darunter etwa 12.000 Zivilist*innen. Millionen Menschen sind innerhalb des Landes auf der Flucht, etwa 11 Millionen der 28 Millionen Einwohner*innen des Landes werden durch das Welternährungsprogramm versorgt. Die Vereinten Nationen bezeichnen die Situation im Jemen als die größte humanitäre Krise der Welt. (fp)

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