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Iranische Reaktionen auf Katar-Isolierung

Sanktionen gegen Katar könnten politische Probleme nicht lösen, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Bahram Ghasemi, am Montag. Konflikte sollten statt dessen durch Verhandlungen gelöst werden. Damit reagiert der Iran auf den Abbruch der diplomatischen Beziehungen durch Saudi-Arabien, Bahrain, Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate und den Jemen zu Katar. Die Verbündeten der USA werfen Katar unter anderem Unterstützung von Terrorgruppen vor. Der Vizechef des iranischen Präsidialamts, Hamid Aboutalebi, interpretierte den Abbruch der diplomatischen Beziehungen als ersten Riss in der Anti-Iran-Koalition und „Ergebnis des Schwerttanzes in Riad“.

Politische Beobachter dagegen meinen, die Glückwünsche des Emirs von Katar, Scheich Tamim, an den iranischen Präsidenten Hassan Rouhani nach dessen Wiederwahl im Mai seien Grund für die Isolierung. Zudem habe der Emir sich Medienberichten zufolge kritisch über das kürzlich zwischen den USA und Saudi-Arabien geschlossene Rüstungsabkommen über 380 Milliarden Dollar geäußert.

Der von Schiiten regierte Iran rivalisiert mit den sunnitischen Königreichen am Persischen Golf und mit Saudi-Arabien um Einfluss und Vormacht in der Region. In den Konflikten im Irak, in Syrien und dem Jemen unterstützen sie jeweils andere Parteien.

(fh)