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Korrosion gefährdet Ruinen von Persepolis

In der iranischen Provinz Fars senkt sich der Boden um 54 cm pro Jahr. Damit stehe die Region weltweit auf dem ersten Platz der Rangliste korrosionsgefährdeter Gebiete, teilte der stellvertretende Leiter der iranischen Umweltorganisation, Mohammad Darwish, am Sonntag mit. Vor allem die 2.500 Jahre alten Ruinen der altpersischen Residenzstadt Persepolis seien durch die massiven Setzungsprozesse stark gefährdet, so Darwish.

Als Ursache für die Bodenkorrosion nannte Darwish den illegalen Bau von zahlreichen Brunnen, durch die der Grundwasserspiegel in der Region stark zurückgehe. Sinkende Niederschläge ließen die Böden weiter austrocknen.

Persepolis gehört seit 1979 zu den Weltkulturerbestätten der UNESCO. Sie war eine der Hauptstädte des antiken Perserreichs unter den Achämeniden und wurde 520 v. Chr. von König Darius I.  gegründet. Im Iran heißt die Stadt Takht-e Dschamschid, auf Deutsch „Thron des Dschamschid“. Persepolis liegt rund 45 Kilometer nordöstlich der Großstadt Schiraz auf der Hochebene von Marvdascht in der südiranischen Provinz Fars.

Vor einigen Monaten berichteten iranische Medien, dass rund eine Million Hektar Bodenfläche des Iran inzwischen zur Senkungszone gehörten. 2016 stand die Hauptstadt Teheran mit 36 Zentimeter Korrosion im Jahr weltweit auf dem ersten Platz der Rangliste gefährdeter Städte.

(fh)