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Inhaftierter Menschenrechtler in Lebensgefahr

Der inhaftierte Menschenrechtsaktivist Arash Sadeghi müsse dringend außerhalb des Gefängnisses medizinisch behandelt werden. Das forderten mehrere internationale Menschenrechtsorganisationen am Sonntag. Jede Verzögerung könne sein Leben kosten, hieß es weiter.

Vor einer Woche hatten Ärzte bestätigt, dass Sadeghi an einem bösartigen Knochentumor am Arm leidet. Laut dem persischsprachigen Nachrichtenportal Human Rights Activists News Agency (HRANA) empfahl der zuständige Arzt, Sadeghi sofort zur Operation in eine Spezialklinik zu verlegen. Dies wurde von den Verantwortlichen jedoch bisher ignoriert.

Sadeghi war nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen im Iran im Jahr 2009 wegen „Aktivitäten gegen die nationale Sicherheit“ und Beleidigung des Staatsoberhaupts Ayatollah Ali Khamenei verhaftet und vom Studium ausgeschlossen worden. Im August 2015 verhängte ein Gericht eine 19-jährige Haftstrafe gegen ihn. Seine Ehefrau, die Autorin Golrokh Ebrahimi, wurde wegen „Beleidigung der islamischen Heiligkeiten“ ebenfalls zu sechs Jahren Haft verurteilt. Der Vorwurf beruht auf einer unveröffentlichten Geschichte der Autorin über Steinigung.

Sadeghi war aus Protest gegen die Verhaftung seiner Frau mehr als zwei Monate lang in den Hungerstreik getreten. Er verlor dabei etwa 19 Kilo Gewicht und erlitt erhebliche gesundheitliche Schäden.

(fh)