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Grenzschützer getötet

Bei Gefechten zwischen iranischen Streitkräften und Kämpfern der Jeish-El-Adl-Gruppe in Mirjaveh östlich der iranischen Provinz Sistan-Belutschestan sind am Mittwoch acht Grenzschützer getötet worden, zwei weitere erlagen später im Krankenhaus ihren Verletzungen. Laut offiziellen Angaben sollen die Kämpfer auf die Soldaten geschossen haben und anschließend in Richtung Pakistan geflüchtet sein. Am Donnerstag kündigte der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif an, sein Ministerium werde alles unternehmen, um die Hintermänner des Anschlags ausfindig zu machen und vor Gericht zu stellen.

Die Provinz Sistan-Belutschestan liegt an der Grenze zu Pakistan und Afghanistan. Dort kämpfen pro-sunnitische Gruppen gegen das schiitische Regime des Iran. Jeish El-Adl bezeichnet sich als pro-sunnitische Gruppe, die für die Rechte der im Iran lebenden Belutschen kämpft. Der Iran stuft die Gruppe als terroristisch ein und wirft Pakistan vor, ihr Schutz zu gewähren.

Laut einem Bekennerschreiben von Jeish El-Adl sollen am Mittwoch zwölf Sicherheitskräfte getötet und mehrere Verletzte ins Krankenhaus eingeliefert worden sein. Außerdem habe die Gruppe Waffen und Munition der iranischen Sicherheitskräfte beschlagnahmt, heißt es in dem Schreiben.

(fh)