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Drei Polizisten getötet

Bei heftigen Auseinandersetzungen zwischen AnhängerInnen der Gonabadi-Derwische und der Polizei sind am Montagabend in Nord-Teheran drei Polizisten getötet worden. Ein Bus überfuhr die Sicherheitskräfte. Der Sprecher der iranischen Sicherheitskräfte, Said Montazeralmahdi, macht die Protestierenden für die tödliche Attacke verantwortlich. Inzwischen wurden der Busfahrer und weitere acht DemonstrantInnen verhaftet.

Am Montag hatten sich Dutzende AnhängerInnen der Gonabadi-Derwische vor der Polizeidirektion des Teheraner Bezirks Pasdaran versammelt und die Freilassung von Nematullah Riyahi gefördert. Der 70-jährige Anhänger der Gonabadi-Derwische, der an einer schweren Herzkrankheit leidet, wurde in der vergangenen Woche verhaftet. Die Versammlung eskalierte, als die Polizei versuchte, die DemonstrantInnen mit Schlagstöcken und Tränengas zu vertreiben. Laut Augenzeugen sollen dabei mindestens drei Gonabadi-Derwische schwer verletzt worden sein.

Die Gonabadi-Derwische betrachten sich als schiitische Muslime, folgen aber nicht dem religiösen Führer der Islamischen Republik Iran, Ayatollah Ali Khamenei, sondern ihren eigenen Ordensleitern. Zahlreiche ihrer AnhängerInnen sitzen in Haft.

Bereits vor knapp zwei Wochen war es in Teheran zu einer schweren Auseinandersetzung zwischen Sondereinheiten der Revolutionsgarde und Gonabadi-Derwischen in Teheran gekommen. Damals hatten Dutzende Derwische drei Tagen gegen Straßensperren der Sicherheitskräfte um das Haus ihres Ordensleiters Dr. Nour Ali Tabandeh in Teheran protestiert.

(fh)