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Arbeiter-Verband fordert Feiertag am 1. Mai

Der Verband der Arbeiter der iranischen Autoindustrie hat in einem offenen Brief die Arbeitgeber aufgefordert, den Tag der Arbeit am 1. Mai als offiziellen Feiertag anzuerkennen. Das meldete die Nachrichtenagentur ILNA am Mittwoch. Die ArbeiterInnen hätten stets einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung des Iran geleistet. Es sei ihr gutes Recht, an dem international anerkannten Tag frei zu haben und an aus dem Anlass stattfindenden Veranstaltungen teilnehmen zu können, so die Verfasser laut ILNA.

Seit Jahren wird im Iran keine Genehmigung für öffentliche Kundgebungen zum internationalen Tag der Arbeit am 1. Mai erteilt. Der Leiter der Arbeiterorganisation Khaneh Karegar, Ali Mahjoubi, kritisiert dies: „Dem Gesetz nach haben wir ein Recht darauf“, so Mahjoubi. Die letzte Mai-Demonstration im Iran fand im Jahr 2006 statt. Seitdem dürfen Kundgebungen nur in geschlossenen Räumlichkeiten stattfinden.

Im vergangenen Jahr waren Ebrahim Madadi, der stellvertretende Vorsitzende der Teheraner Busfahrergewerkschaft, und das Gewerkschaftsmitglied Davoud Razavi am 29. April in ihren Wohnungen in Teheran verhaftet worden. Zudem hatten Sicherheitsbeamte mehrere Mitglieder der Teheraner Busfahrergewerkschaft daran gehindert, anlässlich des 1. Mais Blumen und Süßigkeiten an ihre Kollegen zu verteilen.

(fh)