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Irakisch-iranisches Spitzentreffen

Für den Iran bedeute die Sicherheit in seinem Nachbarland Irak ebensoviel wie die Sicherheit im eigenen Land. Das sagte das iranische Staatsoberhaupt Ayatollah Seyyed Ali Khamenei bei einem Treffen mit dem irakischen Ministerpräsidenten Haidar Al-Abadi am Mittwoch in Teheran. Irans geistlicher Führer lobte zudem Al-Abadis Außenpolitik, die verhindert habe, dass von irakischem Boden aus gegen Syrien gekämpft werde. Der Iran ist ein langjähriger Verbündeter der syrischen Regierung von Bashar Al-Assad.

Al-Abadi war am Montag für einen dreitägigen Staatsbesuch in Teheran eingetroffen. Bei seiner ersten Auslandsreise seit seinem Amtsantritt am 8. September traf sich Al-Abadi auch mit dem iranischen Präsidenten Hassan Rouhani. Dabei erklärte Rouhani, der Iran werde den neuen Staatschef in Bagdad weiterhin unterstützen: „Der Iran wird wie vom ersten Tag an bis zum Ende der irakischen Bevölkerung und dem Militär im Kampf gegen den Terrorismus beistehen“, so Rouhani.

Die Beziehung zwischen Teheran und Bagdad hat sich erst mit dem Sturz Saddam Husseins im Jahre 2003 verbessert. Seit dem Ende des Bath-Regimes spielen schiitische Parteien und Personen, die einflussreiche Beziehungen zum Iran haben, im Irak eine immer größere Rolle. Außerdem zählt das Nachbarland zu den wichtigsten Handelspartnern des Iran. Allein im vergangenen Jahr wurden Waren im Wert von etwa 11 Milliarden Dollar in den Irak exportiert. Das Exportvolumen soll bis zum nächsten Jahr auf 20 Milliarden Dollar erhöht werden.

(fh)