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Behindertenheim nach Misshandlungen geschlossen

In einem Behindertenheim in der Stadt Fardis etwa 40 km westlich von Teheran wurden geistig und körperlich behinderte Kinder und Jugendliche von MitarbeiterInnen mit Ketten und Seilen fixiert. Das teilte der Staatsanwalt der Stadt Karaj, Haji Reza Shakarami, am Dienstag mit, berichten Nachrichtenagenturen. Seine Ermittlungen hätten ergeben, dass das Heim personell unterbesetzt gewesen sei, angeblich, um Kosten zu sparen. Daher seien die Behinderten an ihre Betten gefesselt worden, so Shakarami. Das verstoße gegen die Standards, so der Staatsanwalt. Er ließ das Heim schließen.

Laut der Nachrichtenagentur MEHR wäre dies das zweite Heim für Schwerbehinderte in der iranischen Provinz Alborz, das in der vergangenen Woche nach Misshandlungen von BewohnerInnen geschlossen wurde. Eltern hatten die Verstöße aufgrund von Verletzungen ihrer Kinder aufgedeckt. Anfang September hatte die Nachrichtenagentur MEHR sogar über Foltervorwürfe von Eltern gegen HeimmitarbeiterInnen berichtet. Die sollen Behinderte erst an Betten gefesselt und dann Hunde auf sie losgelassen haben, um sie zu erschrecken.

(fh)